Weltweite Nachfrage
Das deutsche Modell der dualen Ausbildung, bei der junge Menschen durch die Kombination einer praktischen Ausbildung in einem Unternehmen und einer Ausbildung an einer Berufsschule auf eine Karriere vorbereitet werden, erfreut sich weltweit zunehmender Beliebtheit. In einer Vereinbarung mit Deutschland vor drei Jahren und unter Beteiligung der Europäischen Kommission haben sich Spanien, Griechenland, Portugal, Italien, die Slowakei und Lettland darauf geeinigt, die Strukturen des dualen Bildungssystems zu übernehmen. Russland nutzt das gleiche System zur Ausbildung von Mechatronikern, Lagerlogistikern, Bäckern und Köchen; in Indien wird die erste Gruppe junger Menschen in die Grundlagen der Metallbearbeitung eingeführt; und in Brasilien absolvieren auch Werkzeugmacher eine duale Ausbildung. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit China und Thailand. Und in Malaysia gibt es bereits einen Abschluss, der auf dem deutschen Meisterabschluss basiert. Allerdings ist die Umsetzung nicht immer so einfach: Die Slowakei beispielsweise musste zunächst ein neues Berufsbildungsgesetz in Kraft setzen, bevor das System eingeführt werden konnte.
GOVET, zentral Deutsch Büro für internationale Zusammenarbeit in der Berufsbildung
Aufgrund der hohen Nachfrage gibt es beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine zentrale Deutsche Stelle für internationale Zusammenarbeit in der Berufsbildung – kurz GOVET. Es bearbeitet alle Anfragen zum deutschen Berufsbildungssystem. Seit 2013 haben Menschen aus 84 Ländern Informationen angefordert. Etwa 40 Prozent kamen aus Ministerien, Botschaften und Regierungsbehörden, ein Viertel aus der Wirtschaft.
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