„Bereue es überhaupt nicht“
ARD-Star Lina Wendel lebte von Hartz IV
04.09.2026 – 15:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Heute ist Lina Wendel unter anderem als Ermittlerin in der ARD-Serie „Die Füchsin“ bekannt. Doch nach der Geburt ihrer Tochter lief es für die Schauspielerin ganz anders.
Mehr als 25 Jahre ist es her, dass Lina Wendel Mutter wurde. Was danach folgte, hat die Schauspielerin nun im ZDF-Magazin „Volle Kanne“ geschildert: Als alleinerziehende Mutter bezog sie zeitweise Hartz IV.
Den Beruf als Schauspielerin hatte sie damals weitgehend zurückgestellt und nur noch „sehr wenig“ gedreht. „Ich war dann quasi in dem Beruf nicht mehr vorhanden. Denn wenn du zwei, drei Jahre weg bist, bist du weg“, erklärte Wendel.
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Theaterverträge, ständige Umzüge, ein unstetes Leben – das wollte sie ihrer Tochter nicht zumuten. Stattdessen jobbte die heute 61-Jährige unter anderem als Betreuerin von Kindern mit Beeinträchtigungen.
Die staatliche Unterstützung nahm sie nur für eine begrenzte Zeit in Anspruch. „Bei Hartz IV war mir klar – da habe ich keine Lust drauf, das zu machen, Bittsteller zu sein“, sagte sie. Es sei ihr gelungen, „relativ schnell ohne den Staat“ auszukommen.
Wendel erklärte, warum sie die Schauspielerei damals nicht mit dem Familienleben vereinbaren wollte: „Ich war nicht gewillt, mit dem Kind alle zwei Jahre umzuziehen.“ Theaterverträge laufen in der Regel zwei Jahre lang. „Da kommt der neue Intendant mit seiner Truppe und die alte Truppe geht woanders hin“, schilderte Wendel. Sie habe nicht „permanent mit umziehen“ wollen: „So wichtig habe ich mich dann ehrlich gesagt doch nicht genommen.“
„Es war eine wunderbare Lebensphase mit dem Kind“
„Ich bereue es überhaupt nicht“, stellte sie hinsichtlich dieser Entscheidung klar. „Es war eine wunderbare Lebensphase mit dem Kind.“ Ihre Tochter sei ein „toller Mensch“ geworden, der sage, was sie denke.
Dass sie später wieder vollständig in ihren Beruf einsteigen konnte, empfindet Wendel als Glücksfall. Im Jahr 2015 übernahm sie die Hauptrolle in der ARD-Reihe „Die Füchsin“. „Was für ein Glück, mit 48 noch mal so eine Hauptfigur zu kriegen“, sagte sie.
