„Macht Gesellschaft zu schlechterem Ort“
Jetzt sagt auch Jenny Elvers ihren Auftritt beim „Glücksgefühle“-Festival ab
04.09.2026 – 12:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Band Alphaville wurde von einem Festival aus- und später wieder eingeladen. Der Vorfall hatte eine Welle der Empörung losgelöst. Auch Jenny Elvers zieht nun Konsequenzen.
Vom 3. bis zum 6. September findet auf dem Hockenheimring das Festival „Glücksgefühle“ statt. Auch die „Forever Young“-Interpreten Alphaville sollten auftreten, wurden allerdings vom Veranstalter Markus Krampe wieder ausgeladen. Obwohl diese Ausladung mittlerweile wieder zurückgenommen wurde, möchte die Gruppe nicht mehr auftreten. Auch Jenny Elvers sollte bei dem Festival dabei sein, hat ihre Teilnahme nun aber zurückgezogen.
Die Bühne des Festivals solle keine Plattform für politische Äußerungen sein, erklärte Krampe zunächst seine Ausladung der Band Alphaville. Hintergrund war, dass sich die Gruppe bei einem früheren Auftritt öffentlich gegen die AfD und rechtsradikale Tendenzen ausgesprochen hatte.
- Wirbel um Festival: Veranstalter lädt Band wieder ein – Alphaville lehnt ab
Darauf nimmt nun Jenny Elvers Bezug: „Heute wäre ich zu Gast beim ‚Glücksgefühle‘-Festival gewesen“, schrieb sie auf Instagram. „Wer mich kennt, weiß wie sehr ich Festivals liebe. Wer mich kennt, weiß auch, dass ich mich nur selten politisch äußere.“ Wer sie jedoch wirklich kennen würde, wüsste, dass sie „aus tiefster Überzeugung für Meinungsfreiheit, Toleranz und Offenheit“ stehe. „Für mich ist es vollkommen undenkbar, eine Veranstaltung zu besuchen, die im Vorfeld versucht hat, eine Band in Ihrer Freiheit zu beschneiden und ihr vorzuschreiben, was sie auf der Bühne sagen darf und was nicht.“
Eine „Form von Zensur“, die in der Kunst nichts verloren hat
Sie empfinde die Ausladung der Veranstalter, zu denen auch Fußballstar Lukas Podolski gehört, als eine „Form von Zensur“, die „weder in unserer Gesellschaft noch in der Kunst irgendetwas verloren“ habe. Elvers solidarisierte sich mit der Band Alphaville und „allen Kunstschaffenden, deren Recht auf freie Meinungsäußerung beschnitten wird“. Sie stellte klar: „Kunst war nie unpolitisch und sie wird es auch niemals sein.“
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Weiter erklärte Elvers: „Wer versucht in einem demokratischen Land derart massiv einzugreifen und Menschen den Mund zu verbieten, ist ein Teil des Problems und macht unsere Gesellschaft zu einem schlechteren Ort.“ Für den Beitrag bekam die Schauspielerin binnen kurzer Zeit viel Zuspruch. Lilly Becker und viele andere schickten ihr ein Herz für ihr Statement.
