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You are at:Home»Panorama»Desaster bei Hinrichtung – „Als würde er gleich platzen“
Panorama

Desaster bei Hinrichtung – „Als würde er gleich platzen“

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Oktober 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Dem US-Bundesstaat Tennessee gelang es nicht, die Mörderin Christa Pike hinzurichten. Augenzeugen berichten von chaotischen Szenen.

Bis zuletzt hatte Christa Pike gegen ihre Hinrichtung gekämpft. Doch als der Oberste US-Gerichtshof am Mittwochabend gegen 17.50 Uhr (Ortszeit) seine Entscheidung verkündete, platzten alle Hoffnungen: Die Tötung der 50-Jährigen mit Giftspritze war beschlossene Sache. Stunden später jedoch endete der Exekutionsversuch im Chaos – Pike atmete trotz zweier Giftspritzen weiter und ist offenbar noch immer am Leben. Beobachter sprechen von chaotischen Zuständen.

Die heute 50-Jährige soll 1995 eine Bekannte in Knoxville brutal gefoltert und ermordet haben. Ein Jahr später wurde sie deswegen zum Tode verurteilt – seit drei Jahrzehnten wartete sie auf die Vollstreckung. Es wäre die erste Hinrichtung einer Frau im US-Bundesstaat Tennessee seit über 200 Jahren gewesen.

  • Folter und Teufelssymbole: Diesen Mord gestand Christa Pike
  • Desaster bei Hinrichtung: Gouverneur zieht im Fall Christa Pike Konsequenzen

Journalisten beobachten Hinrichtungsversuch von Christa Pike

Medienvertreter gaben an, gegen 18.26 Uhr Zutritt zum Zeugenraum erhalten zu haben, wie das Medium „Nashville Banner“ berichtete. Von dort konnten die Journalisten die Exekution mitverfolgen – ein übliches Vorgehen bei Hinrichtungen in den USA.

Im Video | „Eindeutig noch am Leben“: Zeugin berichtet von Hinrichtungsversuch

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Pike hatte sich zuvor mit letzten Worten an die Öffentlichkeit gewandt. Beobachter beschrieben sie als auffällig gesprächig. „Ich werde diese Welt so verlassen, wie ich den größten Teil meines Lebens verbracht habe: in Liebe“, sagte sie laut Nachrichtenagentur AP. „Ich habe meinen Frieden gefunden, ich bin bereit, frei zu sein. Dies ist ein glücklicher Tag“, zitierte der „Nashville Banner“.

Rätselhafte Äußerung von Christa Pike

Dann überschlugen sich offenbar die Ereignisse, wie anwesende Journalisten schilderten. Um 19.46 Uhr sei ein Pfarrer, der Pike begleitet hatte, gebeten worden zu gehen. Mutmaßlich in diesen Minuten wurde ihr die erste Spritze verabreicht. Kurze Zeit später wurde ihr das Gift ein zweites Mal injiziert, berichtete der „Nashville Banner“.

Im Verlauf der Prozedur soll Pike wach gewesen sein und mehrere vollständige Sätze gesprochen haben. Die US-Sender NBC und CNN zitierten Reporterinnen, wonach Pike gesagt habe: „Mein Arm fühlt sich an, als würde er gleich platzen.“ Sie soll die Gefängnisbeamten anschließend sinngemäß gefragt haben, ob das normal sei.

Christa Pike hört nicht auf zu atmen

Gegen 20.05 Uhr habe Pike angefangen zu schnarchen. Der Vorhang sei erneut geschlossen worden, die Journalisten hätten das Schnarchen aber noch über ein im Raum befindliches Mikrofon hören können. Gegen 20.53 Uhr seien die Medienvertreter schließlich aufgefordert worden, zu gehen. Pike soll zu diesem Zeitpunkt immer noch geatmet haben.

Die Stunden danach lassen sich kaum rekonstruieren. Laut Medienberichten soll gegen 21.28 Uhr ein Krankenwagen das Gefängnisareal verlassen haben. Mutmaßlich wurde Pike in diesem Moment in eine Klinik gebracht. Einer ihrer Anwälte sagte der BBC, seine Mandantin erhalte dort „lebensrettende Maßnahmen“. Zu ihrem Gesundheitszustand gab es keine Informationen.

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