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Panorama

Cornell University: Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Elite-Uni

wochentlich.deBy wochentlich.de3 Oktober 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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An US-Eliteuni

Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung löst Fassungslosigkeit aus


Aktualisiert am 02.10.2026 – 12:03 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Gebäude der Cornell Universität (Archivbild): Auch die Unileitung sieht sich starker Kritik ausgesetzt. (Quelle: Lauren Petracca/reuters)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

An der US-Eliteuni Cornell soll es zu einer Gruppenvergewaltigung gekommen sein. Der von der Betroffenen kritisierte Umgang der Universitätsleitung mit dem Fall löst Empörung aus.

Eine mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat fast zwei Jahre nach der Tat in den USA eine Diskussion über den Umgang von Hochschulen und Justiz mit Vorwürfen sexueller Gewalt ausgelöst. Wie mehrere US-Medien unter Berufung auf eine Zivilklage schreiben, soll sich das Opfer kurz nach der Tat an die Universitätspolizei gewandt haben. Es sei trotzdem nicht zu einer strafrechtlichen Verfolgung gekommen.

Die Vergewaltigung habe bereits im Oktober 2024 stattgefunden. Die damals 20-jährige Frau gibt an, von sieben Mitgliedern der Studentenverbindung Chi Phi in deren Haus mehrere Stunden lang vergewaltigt worden zu sein.

  • Laute Schreie: Frau wird offenbar nach Wiesn-Besuch vergewaltigt
  • Festnahme: Mädchen wohl in Gemeinschaftsunterkunft vergewaltigt

Laut Zivilklage wurde sie zuvor zum Konsum von Drogen gedrängt. Sie soll daher nicht in der Lage gewesen sein, sich zu wehren. In der Zivilklage werden auch Nachrichten aus einem Gruppenchat der Vereinigung thematisiert. Die Täter sollen so weitere Männer zu dem Missbrauch eingeladen haben.

Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung: Eliteuniversität bezieht Stellung

In der Klageschrift gibt die Frau an, der Universitätspolizei erklärt zu haben, dass sie „mit hundertprozentiger Sicherheit“ vergewaltigt wurde. In der Version ihrer Aussage, die später an den zuständigen Bezirksstaatsanwalt weitergeleitet wurde, sollen die Passagen, in denen sie von Vergewaltigung spricht, fehlen.

Die Universität erklärte auf ihrer Webseite, dass sie die Studentenvereinigung inzwischen verboten habe. Außerdem seien die mutmaßlichen Täter exmatrikuliert oder suspendiert worden. Wie viele Studenten von dieser Entscheidung betroffen sind, gibt die Uni nicht an.

Students attend a student assembly on Sexual Violence held at Cornell University amid the Chi Phi Lawsuit, in Ithaca, New York, US, October 1, 2026. REUTERS/Lauren PetraccaVergrößern des Bildes
Studenten bei einer Versammlung: Auch innerhalb der Universität löste der Vorfall eine Debatte aus. (Quelle: Lauren Petracca)

Zwischenzeitlich berichteten mehrere US-Medien, dass die mutmaßlichen Täter lediglich Strafaufsätze schreiben mussten – dem widerspricht die Unileitung allerdings. Die „Reflexionspapiere“ seien bei keinem der Männer die einzige Bestrafung gewesen.

Die Cornell Universität liegt in Ithaca im US-Bundesstaat New York. Die Privatuniversität gehört zu den sogenannten Ivy-League-Universitäten, einer Reihe von besonders prestigeträchtigen Bildungseinrichtungen.

New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul hat inzwischen Ermittlungen in Aussicht gestellt. In einer Mitteilung hieß es, dass es „ernsthafte Fragen“ zum bisherigen Vorgehen der örtlichen Ermittler gebe.

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