Gewerkschaft IG Metall

Auch bei BMW: Tausende demonstrieren gegen Jobabbau

21.09.2026 – 15:45 UhrLesedauer: 2 Min.

BMW-Mitarbeiter bei einer Demo vor dem BMW-Werk am Montag. Die Gewerkschaft IG Metall hatte am Montag zum Protest aufgerufen. (Quelle: dpa/Sven Hoppe)

Bayernweit demonstrieren Tausende gegen Jobabbau in der Autoindustrie. Für kommenden Samstag sind erneut Demos geplant.

Sie wollen ein Zeichen setzen und für ihre Arbeitsplätze kämpfen: Am Montag (21. September) hat die Gewerkschaft IG Metall deutschlandweit zu Protesten aufgerufen. Auch in München wurde demonstriert.

Der Aktionstag der IG Metall richtet sich vor allem gegen den Stellenabbau in der Automobilindustrie. Autohersteller und Zulieferer hätten bereits Tausende Jobs abgebaut, weitere Einschnitte drohten. Die bundesweite Aktion stand unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke“.

Tausende demonstrieren in Bayern

Laut IG Metall beteiligten sich in München rund 250 Personen an einem knapp 100 Fahrzeuge umfassenden Autokorso. Dieser fuhr um das BMW-Werk, die BMW-Welt und zur Parkharfe am Olympiapark. Erst vor wenigen Wochen hatte der Autobauer einräumen müssen, dass Tausende Stellen abgebaut werden sollen. Auch andere Unternehmen in der Landeshauptstadt sind von der Krise der Autoindustrie betroffen.

Noch größer war der Protest bei Audi in Ingolstadt: Dort kamen laut Betriebsrat mehr als 5.000 Menschen zusammen. Das zum VW-Konzern gehörende Unternehmen ist von den dortigen erneuten Sparmaßnahmen betroffen. In Nürnberg protestierten rund 500 Mitarbeiter bei Bosch vor dem Werkstor. Neben dem Erhalt von Arbeitsplätzen und Tarifstandards verlangt die IG Metall von den Unternehmen mehr Investitionen in deutsche Standorte.

Arbeitgeber fordern Sparmaßnahmen

Währenddessen stellte Peter Sebastian Krause, der Chef des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, eine Forderung an die Gewerkschaft IG Metall: Man solle in der kommenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie auch über längere Arbeitszeiten zu verhandeln, so Krause.

Unterdessen rief der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu einer bundesweiten Protestaktion am kommenden Samstag (26. September) auf. Geplant sind Kundgebungen in über 15 Großstädten, darunter auch Nürnberg. Die Gewerkschaften sehen hart erkämpfte Errungenschaften wie die 35-Stunden-Woche unter Druck und fordern, diese zu erhalten.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version