Feuerwehr und Kripo ermitteln

Nach Einsturz von Kita beginnt Spurensuche

21.09.2026 – 12:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Eingestürzte Kita: Die Polizei geht von einer Gasexplosion als mögliche Ursache aus. (Quelle: Moritz Frankenberg/dpa/dpa-bilder)

Eine mutmaßliche Gasexplosion zerstört am Wochenende eine Kindertagesstätte in Wolfsburg teilweise. Knapp 100 Kinder haben vorerst keine Betreuung.

Eine mutmaßliche Gasexplosion hat das Kinder- und Familienzentrum Martin-Luther am Schachtweg in Wolfsburg am Sonntagmorgen teilweise zum Einsturz gebracht. Etwa ein Drittel des Gebäudes stürzte ein, der verbleibende Teil gilt nach Angaben der Polizei als stark einsturzgefährdet. Verletzt wurde niemand: Die Einrichtung war nicht in Betrieb.

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Mehrere Anwohner hatten am Sonntagmorgen einen lauten Knall gemeldet. Einsatzkräfte fanden ein weitgehend zerstörtes Gebäude vor. Das Technische Hilfswerk durchsuchte das Trümmerfeld mit Suchhunden und Spezialtechnik – eine Fachgruppe, die mit Kameras und Mikrofonen in Spalten sehen und hören kann, fand niemanden unter dem Schutt. Die Suchmaßnahmen wurden noch am Abend beendet.



Nicht auszudenken, das wäre an einem Wochentag während des regulären Betriebes passiert.


Superintendent Christian Berndt


Die Ursache der Explosion ist ungeklärt. Nach Angaben der Polizei ist weder ein technischer Defekt noch ein Fremdverschulden auszuschließen. Auch der Träger der Einrichtung, der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen, äußerte sich zurückhaltend. Superintendent Christian Berndt sagte: „Zu den Ursachen können wir zurzeit nicht mal Vermutungen anstellen, geschweige denn, konkret etwas sagen. Das werden jetzt die Fachleute von Feuerwehr und Kripo in den Blick nehmen.“

Eine zerbrochene Glasscheibe liegt auf dem Gelände einer teilweise eingestürzten Kindertagesstätte. (Quelle: Moritz Frankenberg/dpa)

Kita teils eingestürzt: Keine Betreuung in dieser Woche möglich

Berndt verwies zugleich auf den glimpflichen Ausgang: „Gott sei Dank, dass das an einem Sonntag passiert ist, als keine Kinder und keine Mitarbeitenden in der Kita oder auf dem Gelände waren. Nicht auszudenken, das wäre an einem Wochentag während des regulären Betriebes passiert.“

Die knapp 100 Kinder, die in der Einrichtung in fünf Gruppen betreut werden, können das Gelände vorerst nicht nutzen. In dieser Woche ist nach Angaben des Kirchenkreises noch keine Betreuung möglich. Die Kinder sollen vorübergehend auf andere Einrichtungen in der Stadt verteilt werden. Reichen die eigenen Kapazitäten des Kirchenkreises dafür nicht aus, will dieser gemeinsam mit der Stadt nach weiteren Lösungen suchen. Der Schaden an dem Gebäude wird auf eine hohe sechsstellige Summe geschätzt.

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