Niedrigwasser in Köln
Rheinpegel nur noch knapp über 50 Zentimeter – neue Prognose
21.09.2026 – 14:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Erreicht das Niedrigwasser in Köln bald wieder den Tiefstwert aus dem August? Bis zum Wochenende wird ein Pegel von nur noch 51 Zentimetern erwartet.
Am Kölner Rheinufer bleibt das Niedrigwasser deutlich sichtbar. Am Montagmorgen (21. September) lag der Pegel bei 61 Zentimetern. Bis zum Abend soll der Pegel weiter auf 60 Zentimeter fallen. Das zeigen die Daten des Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice (ELWIS) der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.
In der Nacht zu Dienstag (22. September) bleibt der Wasserstand zunächst bei 60 Zentimetern. Für den frühen Morgen werden dann nur noch 59 Zentimeter erwartet, ehe der Pegel im weiteren Verlauf des Tages bis auf 58 Zentimeter sinkt.
- Bilderstrecke: Niedrigwasser prägt das Kölner Rheinpanorama
- Deutscher Wetterdienst: Köln erlebt historischen Sommer
Rheinpegel in Köln sinkt: Freitag nur noch 52 Zentimeter
Am Mittwoch (23. September) setzt sich der Rückgang fort. In der Nacht und am frühen Morgen werden zunächst weiter 58 Zentimeter erwartet. Im weiteren Tagesverlauf weist die Abschätzung Werte von 57 Zentimetern auf, am Abend 56 Zentimeter.
Für Donnerstag (24. September) werden zunächst 56 Zentimeter erwartet. Gegen Mittag soll der Rheinpegel auf 54 Zentimeter sinken und bis zum Abend auf 52 Zentimeter fallen. In der Nacht zum Freitag (23. September) geht es nach der aktuellen Abschätzung weiter abwärts. Bis zum Vormittag sinkt der Pegel auf 51 Zentimeter.
Bei diesen Werten handelt es sich jedoch um Abschätzungen und keine Prognosen. Die angenommenen Werte können sich somit noch ändern.
Niedrigwasser macht sich bei der Schifffahrt bemerkbar
Erst im August hatte der Rhein in Köln einen historischen Tiefstand erreicht. In der Nacht zum 16. August sank der Pegel auf nur noch rund 45 Zentimeter. Der frühere Tiefstwert von 69 Zentimetern aus dem Oktober 2018 wurde seitdem mehrmals unterschritten.
Ein niedriger Pegel ist dabei weit mehr als nur eine Zahl. Für die Schifffahrt bedeutet weniger Wasser häufig auch weniger Ladung: Frachtschiffe können bei geringerer Wassertiefe nicht so tief im Rhein liegen und müssen deshalb teilweise mit reduzierter Fracht fahren.
Auch touristische Verbindungen waren zuletzt betroffen. Die Reederei Köln-Düsseldorfer musste mehrere Fahrten zwischen Köln, Bonn, Koblenz und Rüdesheim absagen.
Besonders deutlich zeigten sich die Folgen bei der Fähre „Krokodil“ zwischen Köln-Weiß und Zündorf. Sie musste ihren Betrieb am 12. August vorübergehend einstellen. Damals lag der Kölner Rheinpegel bei 55 Zentimetern.
