Jetzt wird es konkret
Das sind die überraschenden Mondpläne der Nasa
Aktualisiert am 01.07.2026 – 10:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Nasa hat ihre weiteren Pläne zur Erkundung des Erdtrabanten bekannt gegeben. Im Mittelpunkt steht ein Fahrzeug, für das die Behörde eigentlich andere Pläne hatte.
Die Nasa will einen ursprünglich für die Mars-Erkundung entwickelten Rover – ein Forschungsfahrzeug – zum Mond schicken. Dabei handelt es sich um das auf den Namen „Promise“ getaufte Testfahrzeug der unbemannten Mars-Rover „Perseverance“ und „Curiosity“, teilte die US-Weltraumbehörde mit. Die Pläne seien aber noch nicht finalisiert.
„Promise“ steht für „Polar Rover for Observation, Mapping, and In-Situ Exploration“. Der Rover wurde am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa in Südkalifornien entwickelt. Früher wurde er unter dem Namen „Optimism“ geführt.
Nach Angaben von Nasa-Chef Jared Isaacman prüft die Behörde nun, ob der Rover für eine eigene Mission umgerüstet werden kann. Isaacman verwies darauf, dass in die vorhandene Hardware bereits viel Geld geflossen sei. Daraus sei die Frage entstanden, ob man das Fahrzeug zum Mond schicken könne.
- Absturz droht: Nasa startet beispiellose Rettungsmission im All
- Mondprogramm der Nasa: Nasa-Chef verteidigt frauenlose „Artemis 3“-Mission
Rover braucht kein Sonnenlicht
Ein wichtiger Vorteil von „Promise“ wäre sein Antrieb. Wie „Perseverance“ und „Curiosity“ nutzt der Rover einen sogenannten Radioisotopengenerator. Dieser wandelt Wärme aus natürlich zerfallendem radioaktivem Material in Strom um. Der Rover wäre deshalb nicht auf Sonnenlicht angewiesen.
Das könnte auf dem Mond hilfreich sein, weil es dort an vielen Orten lange Dunkelphasen gibt. Die Nasa plant ihre Artemis-Basis in der Nähe des Mondsüdpols, wo Wassereis vermutet wird und die Lichtverhältnisse schwierig sind, da der niedrige Sonnenstand lange Schatten und extreme Hell-Dunkel-Kontraste erzeugt.

Anders als bei „Promise“ seien vier weitere unbemannte Missionen zum Mond bereits konkret in der Planung, hieß es weiter. Ausgewählt wurden dafür die US-Unternehmen Astrobotic, Firefly Aerospace und Intuitive Machines. Sie sollen zahlreiche wissenschaftliche Instrumente zum Mond bringen.
Zuvor hatte die Nasa bereits mitgeteilt, dass alleine in diesem Jahr noch drei unbemannte Missionen zum Mond starten sollen. Etwa ab den frühen 2030er Jahren soll dann eine Mondstation dauerhaft von Menschen bewohnbar sein.
