Schmidt-Stichschmerz-Index

Das sind die schmerzhaftesten Insektenstiche der Welt


Aktualisiert am 13.06.2026 – 09:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Schmerzen: Einige Insektenstiche oder -bisse spürt man erst lange nachdem das Insekt zugestochen hat.

Schmerzen: Einige Insektenstiche oder -bisse spürt man erst lange nachdem das Insekt zugestochen hat. (Quelle: PKpix/getty-images-bilder)

Ein Mückenstich wird oft erst bemerkt, wenn er juckt. Den Einstich merkt man hingegen kaum. Bei einer Biene oder Wespe ist das anders. Ihr Stich verursacht starke Schmerzen. Doch es geht noch schlimmer.

Jeder hat ein anderes Schmerzempfinden. Einige sind empfindlich, bei anderen liegt die Schmerzgrenze deutlich höher. Vor allem bei Stichen beziehungsweise Bissen von Bienen, Bremsen oder Kriebelmücken ist dies häufig zu beobachten. Es gibt allerdings ein Insekt, das bei jedem Menschen starke Schmerzen auslöst. Welches das ist, hat der Forscher Justin Orvel Schmidt erforscht.

Die Rangliste der Schmerzen

Der Insektenkundler vom Southwest Biological Institute in Arizona, USA, ging für seine Untersuchung große Opfer ein: er ließ sich von mehr als 150 Insekten aus aller Welt beißen beziehungsweise stechen. Dabei notierte er, wie stark der Stich- oder Bissschmerz war und erstellte eine Rangliste. Den sogenannten „Schmidt Sting Pain Index“ (englisch für „Schmidt-Stichschmerz-Index“):

Stufe Schmerz Beschreibung
1.0 Leicht und flüchtig. Beinahe fruchtig. „Als ob ein winziger Funke ein einziges Haar auf dem Arm verbrennt.“
1.2 Scharf und unerwartet oder plötzlich. Wirkt leicht beunruhigend. „Als ob man statisch auflädt, weil man über einen Flokatiteppich läuft, und dann einen elektrischen Schlag bekommt.“
1.8 Seltener und mehr stechender. „Als ob eine Heftklammer/Tackernadel in deine Wange geschossen wird.“
2.0 Reichhaltiger sowie herzhaft. Eher heiß. „Als ob eine Zigarette auf deiner Zunge auslöscht wird.“
2.x Schmerzhaft. Dafür schnell vergänglich. „Als ob ein Streichholzkopf auf deiner Haut abbrennt.“
3.0 Ätzend und brennend. Nahezu unerbittlich. „Als ob mit einem Bohrer dein eingewachsener Zehennagel frei gelegt wird. Oder als ob man einen Becher mit Salzsäure über deine Schnittwunde schüttet.“
4.0 Sehr heftig, und schrecklich elektrisch. „Als ob ein laufender Haartrockner in dein Schaumbad fällt.“
4.x Rein und sehr intensiv. Der Schmerz strahlt aus. „Als ob du über glühende Kohlen läufst und dir dabei ein langer, rostiger Nagel in der Ferse steckt.“

Quelle: Geo, Spektrum, Deutsche Welle

Die schmerzhaftesten Insektenstiche

Anhand des Schmerz-Rankings konnte Schmidt nun auflisten, welches Insekt am schmerzhaftesten zustechen beziehungsweise zubeißen kann:

Stufe 1,0: Blutbienen (Sphecodes), Furchenbienen wie die Gemeine Furchenbienen (Lasioglossum calceatum)

Blutbiene: Die Sphecodes ephippius ist eine Wildbienenart aus Mitteleuropa. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Furchenbienen-Arten kommen vor allem in Europa, sowie Zentral- und Ostasien sowie weitere Regionen auf der Welt vor. In Mitteleuropa zählt sie zu den am häufigsten anzutreffenden Wildbienenarten.

Stufe 1,2: Feuerameisen wie die Rote Feuerarmeise (Solenopsis invicta)

Rote Feuerameise: Ihre Stiche werden als brennend empfunden. (Quelle: Nature Picture Library/imago-images-bilder)

Die Rote Feuerameise stammt ein ursprünglich aus Südamerika. Inzwischen ist sie auch in den USA sowie China und Australien anzutreffen.

Stufe 1,8: Knotenameisen (Myrmicinae)

Rote Knotenameise: In Mitteleuropa ist diese Ameisenart am weitesten verbreitet. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)
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