Nicht weit entfernt wartet das Goldenstedter Moor mit seiner typischen Hochmoorlandschaft. Ein Aussichtsturm, ein Lehrpfad und eine kleine Moorbahn unterstützen Besucher bei der Erkundung. Besonders eindrucksvoll: die Kontraste zwischen wiedervernässten Flächen und alten Torfstichen, die an die industrielle Nutzung erinnern.
Ebenfalls im Landkreis Rotenburg liegt das Große und Weiße Moor, das mit seinem gut erhaltenen Hochmoorkern und mehreren Rundwanderwegen überzeugt. Besonders beliebt: der Nordpfad Dör’t Moor, ein 10,4 Kilometer langer Wanderweg, der 2021 als „Deutschlands schönster Wanderweg“ ausgezeichnet wurde. Moorerlebniszonen, ein Grabhügel, ein alter Schafstall und ein Aussichtsturm sorgen für Abwechslung.
Wer im Raum Osnabrück unterwegs ist, kann im Venner Moor bei Bramsche die Ruhe genießen. Die ehemalige Abtorfungsfläche ist heute ein weitläufiges Naturschutzgebiet mit vielfältiger Tier- und Pflanzenwelt. Ein Bohlenweg ermöglicht auch bei feuchtem Wetter die Erkundung trockenen Fußes.
Nicht fehlen darf das legendäre Teufelsmoor bei Worpswede. Die mystisch anmutende Landschaft inspirierte schon Künstler wie Heinrich Vogeler und Paula Modersohn-Becker. Auf den Spuren der berühmten Künstlerkolonie kann man das Moor per Rad, zu Fuß oder mit dem historischen Moorexpress entdecken. Zwischen Birken, Wasserläufen und weiten Wiesen wirkt das Teufelsmoor bis heute wie eine andere Welt.
Viele Moore in Niedersachsen sind mittlerweile renaturiert und wiedervernässt – sie bieten nicht nur seltenen Arten neuen Lebensraum, sondern auch den Menschen Erholung. Ob auf Bohlenwegen, mit der Moorbahn oder bei Vogelbeobachtungen: Die Moore sind stille Zeugen einer uralten Landschaft, die man in ihrer Schönheit neu entdecken kann.
