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Anwohner schikanieren Wanderer – Hüttenwirte mit radikaler Lösung

wochentlich.deBy wochentlich.de29 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Anwohner schikanieren Urlauber

Hüttenwirte greifen zu radikaler Lösung


Aktualisiert am 29.09.2026 – 16:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Das Bergdorf Arni in Italien: Hier wurde ein Wanderweg zu einer Berghütte zum Zankapfel. (Quelle: xclodiox/imago)

Eine Berghütte in den Apuanischen Alpen, kein Laden weit und breit, dafür aber Anwohner, die Wanderer in Italien bedrohen – und zwei Hüttenwirte, die sich zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gezwungen sehen.

Francesca Maria Bertacca Cupit und Andrea Ribolini leiten seit April 2024 die Berghütte Rifugio Adelmo Puliti auf 1.016 Metern Höhe nahe dem toskanischen Bergdorf Arni. Ein Streit um einen Wanderweg zwang sie nach eigenen Angaben zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Nachdem Anwohner Wanderer bedroht, beleidigt und schikaniert haben sollen, weil einer der Zugangswege zum Rifugio Adelmo Puliti an ihren Häusern vorbeiführt, hätten die Hüttenbetreiber die entsprechenden Wegweiser entfernt, berichteten sie der italienischen Zeitung „L’Altramontagna“.

Der betroffene Weg ist nach Angaben der beiden Hüttenbetreiber ein offizieller Wanderweg des italienischen Alpenvereins CAI. Als die Beschwerden sich häuften, wandten sich Bertacca Cupit und Ribolini an den CAI und die verantwortliche Gemeinde – doch ohne Ergebnis. Parallel suchten sie eigenständig nach einer Lösung, wie Wanderer weiter den Weg zu ihrer Hütte finden, ohne den Konflikt mit den Anwohnern zu verschärfen. „Wir haben die Wegweiser des Wanderweges entfernt und alle, die uns kontaktiert haben, gebeten, den Pfad zu meiden“, erzählten sie.

  • „Keine Selfies mehr mit Rehen“: Urlauber verletzte – Gemeinde in Italien greift durch
  • „Perverser ist nicht möglich“: Große Wut über deutsche Luxus-Urlauber in Italien

Italien: Hüttenwirte finden vergessenen Weg in alten Karten

Eine mögliche neue Route fanden sie schließlich in alten Katasterkarten: eine nicht mehr genutzte Straße, die sie nach eigenen Angaben mit großem Aufwand säuberten und wiederherstellten. Inzwischen ist ihre Hütte über diesen Weg wieder direkt erreichbar.

Auch abseits des Konflikts mit den Anwohnern ist der Betrieb der Hütte für die beiden Italiener aufwendig. In Arni gibt es weder einen Lebensmittelladen noch eine Bäckerei noch eine Bar. Das Dorf ist zudem nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Wer die Hütte versorgen will, muss erst zu Fuß nach Arni und dann mit dem Auto weiter ins Tal.

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Eine Einschienenbahn erleichtert inzwischen den Transport vom Dorf hinauf zur Hütte. Früher seien Vorräte mit einer Seilbahn befördert worden, berichteten Bertacca Cupit und Ribolini. Weil die Puliti-Hütte ursprünglich als Hirtenhütte gebaut wurde und keinen Lagerraum hat, müssen die beiden trotzdem fast jede Woche ins Tal.

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