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Gesundheit

Schnaps-Steuer steigt um 30 Prozent – Änderungen für 2027

wochentlich.deBy wochentlich.de4 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Schnaps-Steuer steigt um 30 Prozent – Änderungen für 2027
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30 Prozent mehr

Beliebtes Urlaubsland erhöht Schnapssteuer


04.06.2026 – 16:52 UhrLesedauer: 2 Min.

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Gut gefüllte Bar: „Harter“ Alkohol soll in Österreich deutlich teurer werden. (Quelle: IMAGO/Bernd Feil/M.i.S./imago)

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Nicht nur in Deutschland sind die Löcher im Haushalt groß. Ein Nachbarland will darum die Steuer auf Hochprozentiges deutlich erhöhen und könnte so zum Beispiel für Deutschland werden.

Ob Cocktail, Longdrink oder einfach nur ein Kurzer: Wer in Österreich Hochprozentiges trinken möchte, muss dafür zukünftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das Alpenland hat einem Bericht der „Lebensmittelzeitung“ zufolge die Erhöhung der Alkoholsteuer beschlossen.

Das Fachmedium beruft sich dabei auf einen LinkedIn-Beitrag von Florian Czink, CEO des Wiener Sekt- und Spirituosenherstellers Schlumberger: „Es ist leider fix. Die Alkoholsteuer auf Spirituosen soll ab Januar 2027 um 30 Prozent erhöht werden“, schreibt dieser. Derzeit werden auf einen Liter Reinalkohol Steuern in Höhe von 12 Euro fällig. Bei einem Liter Schnaps mit 40 Volumenprozent zahlen Österreicher folglich derzeit 4,80 Euro an Steuern.

Nach der Steuererhöhung würde der Steuersatz bei 15,60 Euro pro Liter Reinalkohol liegen. Der Liter Schnaps mit 40 Volumenprozent wäre dann folglich mit 6,30 Euro besteuert.

Bier, Wein und Sekt nicht betroffen

Gelten soll die Steuererhöhung jedoch nur für Hochprozentiges. Bier, Wein und Sekt sind davon nicht betroffen. Details zur Umsetzung sollen in der kommenden Woche dem österreichischen Parlament vorgelegt werden.

Die Pläne der Regierung hatten bei den österreichischen Spirituosenherstellern erwartungsgemäß heftige Kritik ausgelöst. Sie verweisen auf einen deutlichen Markteinbruch nach der letzten Steuererhöhung 2014. Damals hatte die österreichische Regierung die Alkoholsteuer um 20 Prozent angehoben. Gleichzeitig warnt die Spirituosenbranche vor Auswirkungen auf Handel, Gastronomie sowie Tourismus.

Mit der Erhöhung der Alkoholsteuer will die österreichische Regierung Lücken im Haushalt stopfen. Das Finanzministerium geht von zusätzlichen Einnahmen von 90 Millionen Euro für die Jahre 2027/28 aus.

Beispiel für Deutschland?

Das österreichische Vorhaben könnte Vorlage für Deutschland sein. Auch hierzulande will die Bundesregierung mit einer Erhöhung der Alkoholsteuer bestehende Haushaltslücken schließen. Zugleich verspricht man sich gesundheitspolitische Effekte. Die durch Alkohol verursachten Kosten für das deutsche Gesundheitssystem liegen geschätzt bei 16,6 Milliarden Euro.

Wie stark die Bundesregierung die Alkoholsteuer anheben will, steht noch nicht fest. Die Finanzkommission Gesundheit hatte eine mehrstufige Erhöhung um jeweils 5,50 Euro, 3,50 Euro sowie 4,00 Euro pro Liter Reinalkohol für die Jahre 2027 bis 2029 vorgeschlagen. Dies könnte Mehreinnahmen von bis zu 1,2 Milliarden Euro (2029) bringen. Ferner plant die Bundesregierung auch die Einführung einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke sowie eine Erhöhung der Tabaksteuer.

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