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Deutsche Staatsanwälte fordern lebenslange Haft für saudischen Mann, der wegen Autoangriffs auf Markt vor Gericht steht

wochentlich.deBy wochentlich.de4 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Deutsche Staatsanwälte fordern lebenslange Haft für saudischen Mann, der wegen Autoangriffs auf Markt vor Gericht steht
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Veröffentlicht am 04.06.2026 – 18:59 GMT+2•Aktualisiert
19:00

Die deutsche Staatsanwaltschaft forderte am Donnerstag eine lebenslange Haftstrafe für den Mann, der wegen des Autoanschlags im Jahr 2024, bei dem auf einem Weihnachtsmarkt in der Oststadt Magdeburg sechs Menschen getötet wurden, vor Gericht steht.

Die Staatsanwaltschaft forderte die härteste Strafe für den geständigen Angreifer, den in Saudi-Arabien geborenen Taleb Jawad al-Abdulmohsen, und teilte dem Gericht mit, dass der Autorammangriff, bei dem auch mehr als 300 Menschen verletzt wurden, „unverständlich“ sei.

Der Angriff sei „lange im Voraus geplant“ gewesen und habe bei den Opfern und ihren Familien anhaltendes Leid verursacht, das „einfach unbeschreiblich“ sei, sagte Staatsanwalt Matthias Böttcher vor Gericht.

Während des monatelangen Prozesses gab Abdulmohsen, ein Psychiater und Anti-Islam-Aktivist, zu, einen Anschlag geplant zu haben, bestritt jedoch, Menschen absichtlich überfahren zu haben.

Seine Aussage vor Gericht war manchmal inkohärent und voller bizarrer Verschwörungstheorien und Anspielungen auf rechtsextreme Randideen.

„Ich bin derjenige, der das Auto gefahren hat“, sagte Abdulmohsen dem Gericht bei der Eröffnung des Prozesses im November und räumte ein, dass er am 20. Dezember 2024 mit seinem zu schnell fahrenden SUV in den überfüllten Ferienmarkt gerast war.

Aber der Rest von Abdulmohsens Eröffnungsrede vor Gericht bestand größtenteils aus inkohärenten und zusammenhangslosen Schmähreden über Politiker, Gewalt gegen Frauen in Saudi-Arabien, religiöse Themen und Behauptungen über eine Vertuschung durch die Magdeburger Polizei.

Laut Boettcher lag Abdulmohsens Motiv in einem Konflikt mit einer Kölner Flüchtlingsorganisation, gegen die er einen Zivilprozess verloren hatte.

Ihm wurden wegen des Rammangriffs sechs Mordfälle und 338 Mordversuche vorgeworfen.

Der Amoklauf erschütterte Deutschland und löste eine hitzige landesweite Debatte über die Sicherheit rund um Weihnachtsmärkte aus, eine beliebte saisonale deutsche Tradition.

Weihnachtsmärkte sind ein wichtiger Teil der deutschen Kultur als jährliche Feiertagstradition, die seit dem Mittelalter geschätzt und erfolgreich in weite Teile der übrigen Welt exportiert wird.

Im Jahr 2016 raste ein islamischer Extremist absichtlich mit einem Lastwagen auf einen überfüllten Weihnachtsmarkt in Berlin, wobei zwölf Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt wurden.

Zusätzliche Quellen • AFP

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