Vorfall bei Spiel gegen Frankfurt
Fan aus Oberrang gestürzt? 1. FC Köln korrigiert Falschmeldung
23.11.2025 – 08:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Abseits der Niederlage des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt brennt es in den Fankurven. Zudem herrscht Verwirrung um einen Notarzt-Einsatz.
Dieses Feuer am Fuße des Gästeblocks im Norden des Müngersdorfer Stadions fachten die Eintracht-Anhänger fortan sogar noch an und warfen weitere Gegenstände in die Flammen. Schließlich mussten Rettungskräfte anrücken, damit sich die Flammen nicht ausbreiten konnten. Eine meterhohe Rauchsäule stieg empor, ehe das Feuer schließlich abebbte.
Die Rettungskräfte waren jedoch schon zuvor im Gästeblock im Einsatz gewesen. Kurz vor dem Spielende hatte einer der beiden Kölner Stadionsprecher einen medizinischen Notfall im Oberrang des Gästebereichs verkündet. Beim TV-Sender Sky hieß es daraufhin fälschlicherweise, ein Fan sei vom Oberrang in den Unterrang gestürzt. Diese Meldung stellte sich später jedoch als falsch heraus.
Wie der 1. FC Köln hinterher betonte, habe es einen Notfall und Sanitäter-Einsatz im Oberrang gegeben, eine Person sei medizinisch versorgt worden. Es sei aber kein Fan aus dem Ober- in den Unterrang gestürzt. Medizinische Details oder weitere Hintergründe zum Notfall gab der Verein nicht bekannt.
Überhaupt standen am Samstagabend in Köln die Fans im Mittelpunkt. Die Proteste gegen die Pläne der Innenminister zur stärkeren Kontrolle von Fans in Fußballstadion hatten auch im RheinEnergieStadion zu einem zwölfminütigen Schweigen auf den Rängen geführt. Allerdings auch zu späterer Eskalation.
Die Frankfurter Anhänger übertrieben den Protest, indem sie im Laufe des Spiels mehrfach Feuerwerksraketen in Richtung Spielfeld abfeuerten. Vor allem aber warfen sie vermehrt Böller, die – anders als pyrotechnische Fackeln – ohrenbetäubende Knallgeräusche erzeugen, welche gesundheitsgefährdende Folgen haben können. Auch die FC-Anhänger zündeten immer wieder Pyro.
So rückte das sportliche Geschehen zwischenzeitlich in den Hintergrund. Und das, obwohl sieben Tore fielen und der 1. FC Köln dank einer starken Schlussphase beinahe noch zum Ausgleich gekommen wäre. Doch trotz einer 1:0-Führung und nach einem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand reichte es am Ende nur noch zu den Anschlusstoren. Nach 90 umkämpften Minuten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt stand es schließlich 3:4.
