„Tagesthemen“ mit neuem Gesicht
Kollegin reagiert auf Jörg Schönenborns Premiere
Aktualisiert am 07.07.2026 – 10:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Jörg Schönenborn hat sein „Tagesthemen“-Debüt gegeben. Laut einer Kollegin sei der Auftakt „geglückt“. Die Zuschauer sind unterschiedlicher Meinung.
Da stand er also in seinem dunkelblauen Sakko, einem weißen Hemd und der gemusterten, lilafarbenen Krawatte: ein klassisch gekleideter Herr Schönenborn. Es war seine Premiere bei den ARD-„Tagesthemen“. Montagabend, 23.15 Uhr, kurz nach dem Viertelfinaleinzug der Spanier bei der Fußball-Weltmeisterschaft.
Jörg Schönenborn begrüßte seine Zuschauer mit einem Satz, den man als Einstand verstehen musste: „Herzlich willkommen, schön, dass Sie dabei sind“, sagte er zu Beginn der Sendung. „Wir sehen uns hier bei den ‚Tagesthemen‘ jetzt regelmäßig, und darauf freue ich mich.“
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Anschließend drehte sich die Nachrichtensendung um die Fifa-Diskussionen zur Annullierung der Roten Karte gegen den US-Spieler Folarin Balogun, um Deutschlands Schuldenbremse und die „eisernen Reserven“, wie Schönenborn es nannte. Ein Thema, das ihn dann auch zum ersten Interview seines Debüts brachte: Der 61-Jährige führte ein Gespräch mit Vizekanzler Lars Klingbeil, dem Finanzminister. Im letzten Block folgte ein Beitrag zum Krieg in der Ukraine, dann übernahm Kollegin Julia Niharika-Sen, die eine Nachrichtenstrecke vorlas.
„Premiere geglückt“
Sie war es auch, die nach der Sendung einen ersten Eindruck der Schönenborn-Premiere auf Instagram teilte. „Premiere geglückt“, schrieb sie zu einem Selfie der beiden vor dem Studio 1 in Hamburg, in dem die „Tagesthemen“ aufgezeichnet werden. Das Foto wirkte, als hätten Niharika-Sen und Schönenborn es direkt nach Ablauf der Sendung geschossen.
Auch die t-online-Leserin Edda Bahnemann ist von der neuen „Tagesthemen“-Personalie begeistert. „Eine sehr gute Nachricht für die ARD“, schreibt sie in einer Mail und führt ihre Begeisterung für Schönenborn weiter aus: „Seine ruhige Art, seine hervorragende Moderation: bestens vorbereitet und immer souverän. Wer ihn erlebt, weiß, was seriöser Journalismus ist! Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung!“
Stefan Menzel hält dagegen, er schreibt in einer Mail, Jörg Schönenborn sei „spießig und langweilig“. Der t-online-Leser empfindet seine Besetzung für die Nachrichtensendung als „rückwärtsgewandte Entscheidung“.
