Auch mehr Ausstoß hilft nicht
Nächste Brauerei rutscht in die Insolvenz
07.07.2026 – 11:46 UhrLesedauer: 1 Min.
Zuletzt steigerte die Colbitzer Heide-Brauerei noch ihre Produktion. Ohne Erfolg. Das Unternehmen ist insolvent.
Die Colbitzer Heide-Brauerei ist zahlungsunfähig. Trotz gestiegener Produktion musste die Brauerei beim Amtsgericht Braunschweig Insolvenz anmelden, wie die „Braunschweiger Zeitung“ berichtete.
Zuvor hatte die Muttergesellschaft Hofbrauhaus Wolters Insolvenz anmelden müssen. Wolters hatte die Brauerei nahe Magdeburg 2013 nach einer früheren Insolvenz übernommen. Nun fürchten beide Braustätten um die Zukunft.
- Firmensterben: Brauerei aus Schwaben vor dem Aus
- Marktanalyse: Brauereien setzen weniger Bier ab
Geschichte reicht zurück bis ins Jahr 1816
Die Colbitzer Heide-Brauerei reicht in ihren Anfängen bis auf das Jahr 1816 zurück. Bis 1972 blieb der Betrieb in Familienbesitz. Bekannt war der Betrieb unter anderem für sein beliebtes Braunbier „Puparsch-Knall“.
1972 wurde die Brauerei dem Getränkekombinat Magdeburg angegliedert. Dem privatwirtschaftlichen Neustart nach der Wende folgt nun die Insolvenz. Zuletzt waren noch fünf Beschäftigte in dem Unternehmen tätig.
Die Zahl der Brauereien in Deutschland sinkt seit Jahren. Unterschiedliche Trends machen den Unternehmen zu schaffen. Zum einen machen steigende Preise für Energie und Hopfen den Brauereien zu schaffen. Zum anderen nimmt der Bier-Konsum in Deutschland ab, allein alkoholfreie Bier-Sorten legen auf dem Markt zu.
Im Vorjahr fiel der Ausstoß von alkoholhaltigem Bier in Deutschland um 5,8 Prozent. Auch die Zahl der Brauereien geht zurück. Seit 2015 mussten hierzulande nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes (DBB) 137 Braustätten aufgeben. Demnach kommt Deutschland derzeit auf insgesamt 1.415 Brauereien.
