Sondersendung für Friedrich Merz

ZDF ändert kurzfristig das Programm


Aktualisiert am 05.05.2026 – 19:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Friedrich Merz: In der ZDF-Sondersendung „Was nun, Herr Merz?“ stellt er sich den Fragen der Journalisten. (Quelle: ZDF/Thoms Kierok)

Genau ein Jahr nach seinem Amtsantritt stellt sich Friedrich Merz beim ZDF einer Befragung. Dadurch verschieben sich die Sendungen.

Am Mittwoch, dem 6. Mai 2026, ändert das ZDF sein Abendprogramm. Der Sender macht Platz für eine Sondersendung mit dem Bundeskanzler. Der Anlass: Friedrich Merz ist seit genau einem Jahr im Amt.

ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten und Nachrichtenchefin Anne Gellinek wollen ihn in der Sendung „Was nun, Herr Merz?“ zu stockenden Reformen, dem Zusammenhalt der Koalition und dem gesunkenen Vertrauen in der Bevölkerung befragen.

Die Sendung beginnt um 19.20 Uhr. Dafür wird die Kriminalsendung „XY Spuren des Verbrechens“ auf 19.50 Uhr verschoben, „Aktenzeichen XY … ungelöst“ startet an diesem Abend somit erst um 20.35 Uhr statt wie gewohnt um 20.15 Uhr.

Das ZDF beschreibt in einer Pressemitteilung, worum es in der Sonderausgabe gehen soll: „Im Mittelpunkt der Sendung steht die Bilanz der ersten zwölf Monate im Amt.“ Weiter heißt es: „Vor allem bei den großen Vorhaben im Renten- und Gesundheitssystem zeigen sich tiefe inhaltliche Differenzen zwischen den Koalitionspartnern. Zugleich verschärfen sich die Konflikte innerhalb der Regierung: Diskussionen über Steuerpolitik, Sozialstaatsreformen und wirtschaftspolitische Weichenstellungen prägen die politische Debatte. Auch aus den eigenen Reihen wächst die Kritik am Kurs des Kanzlers.“

Neben der Innenpolitik soll auch Deutschlands Rolle in der Welt zur Sprache kommen, kündigt der Sender an. „Der Kurs der Bundesregierung im Verhältnis zu den USA sowie im Umgang mit internationalen Krisen – etwa im Iran-Konflikt – sorgt für Diskussionen.“

Das Format „Was nun, …?“ hat beim ZDF eine lange Tradition: Seit mehr als 40 Jahren stellen sich deutsche Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker dort den Fragen von Journalistinnen und Journalisten. Die erste Ausgabe lief im August 1985, moderiert von Klaus Bresser und Wolfgang Herles.

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