Neue Satiresendung
Julian Reichelt von ZDF-Show ausgeladen
14.10.2026 – 11:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Ende Oktober startet „Journal Deluxe“ mit Florian Schroeder im ZDF. Als erster Gast war Nius-Chef Julian Reichelt vorgesehen – doch das ZDF zog die Einladung zurück.
Mit „Journal Deluxe“ wagt das ZDF ein neues Satireprogramm, moderiert von Florian Schroeder. Für den Talkteil der Show hatte die Redaktion bereits einen ersten Gast ins Auge gefasst. Doch dann kam alles anders, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet hat.
Mit dem ersten Gast ist Julian Reichelt, Chef des Medienportals Nius, gemeint. Ein Redakteur der Sendung hatte ihn Ende September kontaktiert – zunächst für eine Aufzeichnung am 18. November, dann auch für die Premierenausgabe am 29. Oktober. Das ZDF lud ihn anschließend wieder aus.
So reagiert das ZDF
Das ZDF bestätigte die Ausladung auf Nachfrage nicht direkt. Der Sender erklärte stattdessen, dass man sich in „einem mehrstufigen Prozess“ befinde, „in dem Überlegungen nach redaktionellen Gesichtspunkten ausgewertet und überarbeitet werden“.
- Interne Strategie des ZDF enthüllt: Nimmt neue Satire-Show diese Gruppe ins Visier?
- Polarisierendes Video: SWR-Star Florian Schroeder beschimpft „Jammer-Ossis“
Als Wunschgäste für den Talkteil nannte der SZ-Bericht AfD-Chefin Alice Weidel, den Welt-Journalisten Ulf Poschardt sowie den Tech-Milliardär Peter Thiel.

Im März 2024 war Florian Schroeder noch selbst zu Gast in Julian Reichelts Format „Achtung, Reichelt!“. Julian Reichelt wurde einem breiten Publikum vor allem in seiner Zeit bei der „Bild“-Zeitung bekannt. Von Februar 2017 bis Oktober 2021 war er dort Vorsitzender der Chefredaktionen und Chefredakteur Digital.
Für das neue Format mit dem 47-jährigen Schroeder sind zunächst vier Folgen geplant. Das hatte das ZDF Ende September verkündet. Die Show wurde dabei als „anarchisch, verspielt und zugänglich“ beschrieben. In der Pressemitteilung hieß es unter anderem, Schroeder werfe Fragen auf wie: „Wo stellen Grüne die Brandmauer hin, wenn der Handwerker erkennbarer AfD-Sympathisant ist?“