In Bremen-Borgfeld hat das Hochwasser zahlreiche Einsätze der Feuerwehr gefordert. Mehrere Wohngebiete wurden geflutet. Einige Straßen sind gesperrt.

In mehreren Wohngebieten steht das Wasser der Wümme kniehoch. Im Verlauf des zweiten Weihnachtstages hat sich die Hochwasserlage in Bremen-Borgfeld angespannt. Für einige Bereiche musste der Strom abgeschaltet werden. Besonders die Bereiche Katrepel, Lehesterdeich und Timmersloh seien betroffen, wie die Feuerwehr Bremen am gestrigen Abend mitteilte. Eine Betreuungsstelle wurde in der Oberschule an der Ronzelenstraße eingerichtet.

Anwohner unterstützen einander

Unter anderem in einem Wohngebiet rund um den Erbrichterweg hat die Feuerwehr ältere Menschen dabei unterstützt, ihre gefluteten Grundstücke zu verlassen. Das berichtete ein Reporter vor Ort. Auch Nachbarn hätten einander unterstützt – so hätte etwa ein Anwohner einen Pendelverkehr mit seinem Kanu eingerichtet.

Laut der Verkehrsmeldezentrale Bremen sind derzeit mehrere Straßen aufgrund des Hochwassers in Bremen gesperrt. So ist etwa zwischen Huchting und der Stromer Landstraße die Richtungsfahrbahn der Brokhuchtinger Landstraße gesperrt. Außerdem ist zwischen der Werderstraße und Wilhelm-Kaisen-Brücke die Herrlichkeit in beiden Richtungen nicht befahrbar. Alle Verkehrseinschränkungen gibt es auf vmz.bremen.de im Überblick.

Wie die Feuerwehr gegenüber Radio Bremen mitteilte, seien keine Menschen in Gefahr. Es werde zudem nicht damit gerechnet, dass das Wasser noch sehr viel höher steige.

Hochwasser-Einsatz könnte sich über Tage hinziehen

Die Bremer Feuerwehr rechnet mit einem länger andauernden Hochwasser-Einsatz in einigen Stadtteilen. „Das Wasser im Stadtteil Borgfeld wird noch Tage bleiben“, prognostizierte ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwoch. Eine Straße liege direkt an der Wümme, viele Häuser befänden sich unterhalb der Deichlinie. „Das Wasser steht dort bis zur Gürtellinie.“ Die Einsatzkräfte evakuieren das Gebiet, 54 Haushalte seien vorerst ohne Strom. „Die Lage ist tragisch, aber nicht mehr sehr dynamisch.“

Auch im Ortsteil Timmersloh sind Grundstücke vom Hochwasser betroffen. „Timmersloh ist zu 70 Prozent von Wasser verschlossen“, sagte der Sprecher der Feuerwehr. Um dorthin zu gelangen, müsse man einen sehr großen Umweg fahren. Die Feuerwehr habe eine Einsatzstelle vor Ort eingerichtet, um im Zweifelsfall schnell reagieren zu können. Außerdem sei der Deich an einer Stelle mit Sandsäcken erhöht worden.

Die Pegelstände an der Wümme sollten nur noch um wenige Zentimeter oder gar nicht mehr steigen. Kurzfristige Veränderungen seien aber durch das Zusammenspiel des Wasserzuflusses und -abflusses möglich.

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