Mahnwache am Montagabend

Regenbogenflaggen am Rathaus – München gedenkt der CSD-Opfer


27.07.2026 – 15:31 UhrLesedauer: 2 Min.

Bei dem Angriff auf den Berliner Christopher Street Day wurde eine Frau getötet, viele weitere Menschen sind schwer verletzt. München will am Abend seine Anteilnahme bekunden. (Quelle: Lino Mirgeler / dpa)

Nach dem tödlichen Anschlag beim Berliner CSD setzt München ein Zeichen der Solidarität. Am Montagabend ist eine Mahnwache auf dem Marienplatz geplant.

Zwei Tage nach dem Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day in Berlin wehen vor dem Münchner Rathaus Regenbogenflaggen. Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) ließ sie als Zeichen der Solidarität mit den Opfern und der queeren Community aufhängen.

„Dieser Anschlag richtet sich gegen die LGBTIQ+-Community und gegen unsere demokratische Gesellschaft“, schrieb Krause in einem Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU). Die Tat treffe Menschen, die ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung lebten, sowie alle, die für Gleichberechtigung und Akzeptanz auf die Straße gegangen seien.

Münchens OB Dominik Krause (r.) mit seinem Partner Sebastian Müller beim CSD im Juni (Archivbild): Der Grünen-Politiker hat für die Mahnwache am Montag einen Brief verfasst. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber/imago)

Der Anschlag habe ihn entsetzt und tief betroffen gemacht, erklärte der Münchner Oberbürgermeister. Der Familie und dem Freundeskreis der getöteten Frau sowie allen weiteren Betroffenen sprach er sein Mitgefühl aus.

Krause ruft zur Verteidigung der offenen Gesellschaft auf

Krause betonte, nun gelte es, die offene Gesellschaft und ihre demokratischen Errungenschaften zu verteidigen. „Dazu gehören das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, der Schutz von Minderheiten und das Demonstrationsrecht. All dies wurde durch den Anschlag vom Wochenende angegriffen.“

Der 35-Jährige hatte Ende Juni gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Sebastian Müller am Münchner CSD teilgenommen. Auch die dazugehörigen Pride-Weeks mit zahlreichen Veranstaltungen hatten bereits im Juni stattgefunden.

Teilnehmer des CSD in München am 27. Juni (Archivbild). Nicht in allen Städten in Bayern hat die Parade bereits stattgefunden. Bayern prüft für diese nun seine Sicherheitskonzepte. (Quelle: IMAGO/B. Lindenthaler/imago)

Mahnwache auf dem Marienplatz

Am Montagabend will die Münchner Community der Opfer des Anschlags gedenken. Die Mahnwache beginnt um 19 Uhr auf dem Marienplatz und soll etwa eine halbe Stunde dauern.

Geplant sind Ansprachen von CSD-Geschäftsführer Alexander Kluge, Münchens Zweiter Bürgermeisterin Mona Fuchs (Grüne) sowie Vertretern der Stadt und der queeren Community. Zudem soll Krauses Brief an die Berliner Stadtspitze verlesen werden. Besucher können Blumen und Kerzen ablegen. Ein musikalischer Beitrag bildet den Abschluss.

Nach der Mahnwache lädt das Schwul-Queere Zentrum Sub zu einer Zusammenkunft in sein Café in der Müllerstraße 14 ein.

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