Mutter und Tochter in Klinik gebracht

Wolf soll deutsche Touristen attackiert haben


25.08.2026 – 15:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Wolf (Symbobild): In Italien sollen mittlerweile rund 3.700 der Tiere leben. (Quelle: IMAGO/Martin Wagner/imago)

Eine deutsche Mutter macht mit ihrer Tochter Urlaub in Italien – plötzlich greift ein großes Tier an. Zeugen sind sich sicher: Das war ein Wolf.

Italienische Medien melden einen mutmaßlichen Wolfsangriff auf eine 52 Jahre alte Touristin aus Deutschland und ihre zwölfjährige Tochter. Die beiden sollen am vergangenen Donnerstag (20. August) bei Gallipoli in der süditalienischen Region Apulien von dem Tier attackiert worden sein. Die Tochter habe einen kleinen Hund bei sich gehabt, hieß es.

Mutter und Tochter wurden in ein Krankenhaus eingeliefert, wo sie den Berichten zufolge unter anderem wegen Verletzungen an Hüfte, Gesäß und Arm behandelt wurden. Demnach wurden die beiden stationär aufgenommen, die Wunden wurden genäht. Mittlerweile seien die Touristen wieder entlassen, heißt es in den Berichten.

  • Familienhund tot, Mutter verletzt: Wolf soll Kind bei Grillabend angegriffen haben
  • Rettendes Mittel wohl nicht dabei: Hornisse tötet Feuerwehrmann

Auch ein Mann kam vorübergehend ins Krankenhaus. Der 47-Jährige soll die beiden Deutschen gegen das Tier verteidigt haben und dabei selbst angegriffen worden sein. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie er einen Stuhl auf das Tier schleudert.

Ob es sich bei dem Tier tatsächlich um einen Wolf handelte, ist offiziell noch nicht bestätigt. Zeugen zeigten sich allerdings davon überzeugt, dass es ein Wolf war.

3.700 Wölfe in Italien: Berichte über Attacken auf Menschen

In Italien leben mittlerweile schätzungsweise 3.700 Wölfe. Angriffe auf Menschen sind selten, scheinen sich aber zu häufen. Zuletzt machte unter anderem eine mutmaßliche Wolfsattacke in der Toskana Schlagzeilen: Ein Tier hatte sich Berichten zufolge einem Kleinkind genähert, der Familienhund ging dazwischen und wurde getötet. Die Mutter des Kindes versuchte noch einzugreifen und wurde dabei verletzt.

Nach der Attacke meldete sich der Nationale Verband für den Schutz der Umwelt und des ländlichen Lebens zu Wort. Die Lobbyorganisation plädiert für eine stärkere Regulierung der Wolfspopulation, insbesondere in Gebieten, in denen Wölfe zunehmend in die Nähe von Siedlungen und landwirtschaftlichen Betrieben kommen. „Niemand will die Ausrottung der Wölfe“, erklärte die Organisation in einer Stellungnahme. Aber Ausnahmeregelungen gemäß der europäischen Gesetzgebung, die bei Gefahr für die Bevölkerung auch das Töten von Wölfen zulassen, müssten genutzt werden.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version