„Wir haben nicht viel erwartet und wir sind auch nicht enttäuscht worden“, ordnete Anwältin Christine Habetha die Aussage der Angeklagten ein. „Sie suhlt sich in ihrer Opferrolle. Schlimmer geht’s nimmer, aber es wird nicht helfen.“

Mordfall Fabian: Wird Gina H. Fragen beantworten?

Ihrer Meinung nach komme es nun noch darauf an, ob die Angeklagte auch Fragen zu ihrer Einlassung beantworten werde. Am Montag wollte Gina H. zunächst keine Fragen beantworten – ihre Anwälte schlossen das aber für einen der kommenden Prozesstage nicht aus.

Allerdings ist der Zeitplan im Fabian-Prozess eng getaktet: Bereits am Mittwoch (26. August) steht der nächste Prozesstag an: Dann sollen zwei Polizeibeamte vernommen werden: zum einen die Beamtin, die Gina H. nach dem Tod des Jungen vernommen hat. Zum anderen soll ein Polizist ein zweites Mal angehört werden. Er hatte das Handy der Angeklagten ausgewertet und soll nun neu gewonnene Erkenntnisse präsentieren.

Fall Fabian: Dann könnte das Urteil gesprochen werden

Am Freitag soll laut Ankündigung des Landgerichts ein Zeuge aus dem familiären Umfeld der Angeklagten vernommen werden, „dessen Name zum Schutz seiner Privatsphäre nicht veröffentlicht werden soll“.

Anschließend sind regulär nur noch drei Prozesstage angesetzt: Am 1. September soll der Psychiater, der Gina H. während des gesamten Prozesses beobachtet, sein Gutachten vorstellen. Am 3. September könnten die Plädoyers gehalten werden. Und am 10. September könnte schließlich das Urteil im Fall Fabian gesprochen werden.

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