Millionen-Versprechen des Weltverbands
WM-Gastgeberstädte warten offenbar auf Fifa-Zahlungen
05.08.2026 – 09:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere WM-Spielorte sollen je eine Million Dollar von der Fifa erhalten – ausgezahlt wurde offenbar noch nichts. Für Fifa-Präsident Gianni Infantino kommt der Bericht zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
Ein neuer Bericht erhöht den Druck auf die Fifa und ihren Präsidenten Gianni Infantino. Laut „The Athletic“ warten mehrere Austragungsorte der Fußball-WM 2026 auf Zahlungen der Fifa. Der Weltverband soll den Städten je eine Million Dollar versprochen haben – für fußballbezogene Infrastruktur und soziale Projekte. Ausgezahlt worden sei das Geld bislang nicht.
Der Sport-Ableger der „New York Times“ schreibt: „Die vier Vertreter gaben an, dieses Versprechen sei mündlich von Mitgliedern der Fifa-Spitzenführung gemacht und den Städten in Besprechungen erneut bestätigt worden. Eine Auszahlung sei jedoch bislang nicht erfolgt, weshalb sich nun mehrere Städte bei Fifa-Mitarbeitern nach dem Status der Zahlungen erkundigen.“
Die Forderungen wurden laut „The Athletic“ laut, nachdem Fifa-Präsident Gianni Infantino entsprechende Zahlungen für die Gastgeberstädte der Klub-WM 2025 in den USA angekündigt hatte. Zu den Austragungsorten der WM 2026 gehörten Seattle, San Francisco, Los Angeles, Dallas, Kansas City, Atlanta, Philadelphia, Miami, Boston sowie New York/New Jersey. Das 39-tägige Turnier im Juni und Juli, bei dem erstmals 48 Mannschaften antraten, trug zu Rekordeinnahmen der Fifa bei. Medien zufolge sollen sich diese im Finanzzyklus 2023 bis 2026 auf 15 Milliarden US-Dollar (rund 13 Milliarden Euro) belaufen. Damit übertraf die Fifa ihre eigenen Vorstellungen um zwei Millionen.
Für Infantino kommt der Bericht zur Unzeit: Er steht bereits wegen Plänen unter Druck, die WM für private Investitionen zu öffnen. Selbst aus dem internen Kreis gibt es Gegenwind.
