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You are at:Home»Politik»Grüne fordern eine Million neue Straßenbäume bis 2030
Politik

Grüne fordern eine Million neue Straßenbäume bis 2030

wochentlich.deBy wochentlich.de29 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Unter den Folgen der globalen Erwärmung haben in diesem Sommer viele Menschen in Deutschland gelitten. Das Klima ist damit kein Nischenthema mehr. Eine Chance für die Grünen?

Es ist ein Sommer, der es in sich hatte. Extremhitze und Dürre haben Mensch, Natur und Wirtschaft zugesetzt. Sogar Bundeskanzler Friedrich Merz fühlte sich dazu berufen, zu sagen: „Das ist Klimawandel.“ Über die öffentliche Erkenntnis des CDU-Politikers können die Grünen nur milde lächeln und mit dem Kopf schütteln, sie warnen seit Jahrzehnten vor den Folgen der Erderwärmung. Jetzt, wo diese so deutlich spürbar sind, müssten die Grünen eigentlich Hochkonjunktur haben. Oder nicht?

Der Bundesvorstand der Partei hat sich in den vergangenen Tagen zur Klausur im Berliner Ortsteil Kreuzberg getroffen. Oberstes Thema auf der Agenda, wenig überraschend: das Leib- und Magenthema der Partei, das Klima.

Vor einem Jahr habe es noch einen Begründungszwang gegeben, warum die Grünen überhaupt über das Klima sprechen würden, sagt Co-Parteichef Felix Banaszak. Jetzt müssten die anderen Parteien erklären, warum sie das Thema nicht nach vorn stellten. Oder auch: „Ich bin hochgradig irritiert, dass unsere politischen Mitbewerber noch immer vom Klimaschutz als einer total wichtigen Zukunftsaufgabe sprechen.“ Man erlebe diese Sommer ja, dass Klimaschutz „eine total wichtige Vergangenheitsaufgabe“ gewesen wäre.

Es ist sicher ein gewisser Frust über jahrelange Untätigkeit, der da mitschwingt. Aber eben auch der Hauch einer „Wir haben es ja schon immer gesagt“-Haltung. Und recht zu haben, hat allein bisher am Ende noch für die Wenigsten gereicht.

Eine Million zusätzliche Bäume

Eins vorweg: Auf Bundesebene stehen die Grüne aktuell in den Umfragen nicht schlecht da. Sie kommen auf bis zu 16 Prozent, ihr Bundestagswahlergebnis 2025 waren magere 11,6 Prozent. Begonnen hat der Auftrieb in den Befragungen schon nach dem Sieg von Cem Özdemir in Baden-Württemberg Anfang März.

Doch derzeit können die Grünen nur träumen von den weit über 20 Prozent, die sie zu Zeiten der weltweiten Klimaproteste 2019 in den Sonntagsfragen erreicht hatten. In den Jahren danach wurde Klima zum Nischenthema – Corona-Pandemie, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und eine schwache Wirtschaft rückten in den Vordergrund. Die Menschen hatten ganz offensichtlich andere Sorgen. Das scheint sich nun wieder zu ändern.

imago images 95992898Vergrößern des Bildes
Klimaprotest in Berlin (Archivbild): Vor einigen Jahren moblisierte das Klima in Deutschland noch Zehntausende. (Quelle: Christian Mang via www.imago-images.de/imago)

Mit ihrer Klausur in Berlin wollte die Partei das Thema Klima prominent platzieren. Die Grünen wollen mindestens eine Million zusätzlicher Straßenbäume bis 2030 pflanzen, heißt es in einem gefassten Beschluss zu Hitzeschutz und Klimaanpassung. Das soll aus Bundesmitteln finanziert werden. Die Partei schlägt außerdem ein neues Baumgesetz vor, das sicherstellen soll, dass bei Bauvorhaben geprüft wird, ob an den entsprechenden Stellen neue Bäume gepflanzt werden können. Die Grünen fordern auch, dass der Bund die Modernisierung öffentlicher Einrichtungen durch klimafreundliche Kühlanlagen unterstützt. Wo erforderlich, sollen auch Klimaanlagen eingesetzt werden. Bei klimafreundlicher Kühlung werden natürliche Kältemitte genutzt.

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