Grippaler Infekt

So lange sind Kranke ansteckend


Aktualisiert am 26.08.2025 – 10:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Grippaler Infekt: Er wird häufig über Tröpfcheninfektionen übertragen. (Quelle: milorad kravic/getty-images-bilder)

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Wer krank ist, schont sich – doch wann wird es für andere gefährlich? Was Sie über die Ansteckungsdauer bei einem grippalen Infekt wissen sollten.

Eine laufende Nase, Kratzen im Hals, Husten: Eine Erkältung ist lästig genug, doch sie betrifft nicht nur die erkrankte Person selbst. Denn oft stecken Betroffene andere an, noch bevor sie selbst merken, dass sie krank sind.

Auslöser der Krankheitssymptome sind meistens sogenannte Rhinoviren, die eigentlich als harmlos gelten. Sie zählen zu den am häufigsten vorkommenden Viren beim Menschen und sind für mindestens 50 Prozent aller Erkältungen verantwortlich.

Da es Hunderte verschiedene Virustypen und Subtypen gibt, die klassische Erkältungssymptome auslösen, kann sich der Körper nicht immer dagegen wehren. Auch eine Immunisierung gegen Erkältungsviren ist aufgrund der Vielfalt der Erreger nicht möglich.

Im Durchschnitt haben Erwachsene daher zwei- bis viermal im Jahr einen Erkältungsinfekt, auch grippaler Infekt genannt. Dieser ist klar von der echten Grippe, der Influenza, abzugrenzen, die durch unterschiedliche Influenzaviren ausgelöst wird. Kinder und vor allem Kleinkinder haben noch viel häufiger Erkältungsinfekte, weil ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist.

Viren können auf unterschiedlichen Wegen in den menschlichen Körper gelangen. Erkältungs- und Grippeviren werden durch Tröpfcheninfektion, über Hautkontakt oder aber durch die Berührung von Gegenständen, auf denen sich die Erreger befinden, übertragen (Schmierinfektion) und nisten sich dann auf der Nasen- oder Rachenschleimhaut ein.

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Gelangen Erkältungserreger über Tröpfchen- oder Schmierinfektion in den Körper und verbreiten sich dort, ist der Erkrankte auch ansteckend. Tatsächlich können Sie bereits ein bis zwei Tage vor den ersten Symptomen andere anstecken.

Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr in den ersten zwei bis drei Tagen nach Symptombeginn. Dann sind die Virusmengen im Speichel, Nasensekret und auf der Haut besonders groß. Beim Niesen, Husten oder Schnäuzen gelangen diese Erreger leicht in die Umgebung – und auf Türklinken, Haltegriffe oder Tastaturen. Wer dann mit den Händen ins Gesicht fasst, riskiert eine Infektion.

Wichtig ist: Die Ansteckungszeit variiert, je nach Virus und Abwehrlage. Im Durchschnitt dauert sie etwa sieben bis zehn Tage. Solange Symptome wie Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen bestehen, sollte man davon ausgehen, dass man noch infektiös ist. Besonders bei Kindern oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann sich diese Zeit verlängern. Was droht, wenn Sie eine Erkältung verschleppen, lesen Sie hier.

Erkältung auskurieren: Wer zu früh zurückkehrt, gefährdet andere. (Quelle: Kanawa_Studio/getty-images-bilder)

Viele fragen sich: Können sich Partner oder Familienmitglieder immer wieder gegenseitig anstecken? In der Regel nicht, solange es sich um denselben Erreger handelt. Wer gerade eine Erkältung überstanden hat, besitzt kurzfristig eine Immunität gegen genau diesen Virustyp. Neue Infektionen sind allerdings jederzeit möglich, vor allem, wenn andere Viren im Umlauf sind.

So schützen Sie sich und andere

Damit sich möglichst wenige Menschen anstecken, gelten einige einfache, aber effektive Maßnahmen:

  • Regelmäßig und gründlich Hände mit Seife waschen.
  • In die Armbeuge niesen und husten – nicht in die Hand.
  • Kontakte zu anderen möglichst einschränken, solange Symptome bestehen.
  • Räume regelmäßig lüften.
  • Händeschütteln, Küssen und enge Nähe vermeiden.

Erkältungen sind schon vor Ausbruch der ersten Symptome ansteckend und bleiben es meist bis etwa eine Woche nach Krankheitsbeginn. Wer andere schützen will, bleibt bei Symptomen zu Hause, achtet auf Hygiene und kehrt erst dann in den Alltag zurück, wenn die Infektion sicher überstanden ist. So lassen sich Ansteckungsketten wirksam unterbrechen – gerade in Kita, Schule, Büro oder öffentlichen Verkehrsmitteln.

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