Königsdörffer erklärt provokanten Jubel

Ex-HSV-Profi: „Bin ein Jahr durchbeleidigt worden“

Aktualisiert am 11.09.2026 – 10:34 UhrLesedauer: 3 Min.

Ransford-Yeboah Königsdörffer: Bei dem Wiedersehen mit dem HSV provozierte er die Heimfans. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn/imago)

Mainz-Stürmer Ransford Königsdörffer erklärt seinen provokanten Jubel gegen seinen Ex-Klub. Im Interview berichtet der 24-Jährige von schockierenden Nachrichten.

Ransford-Yeboah Königsdörffer hat Hassnachrichten öffentlich gemacht, die er in seiner letzten Saison beim HSV über ein Jahr lang täglich erhalten habe – darunter Todesdrohungen, rassistische Beleidigungen und Beschimpfungen gegen seinen verstorbenen Cousin und seine Eltern. Diese sollen auch der Grund für seinen provokanten Torjubel direkt vor den Heimfans beim 5:0-Sieg von Mainz 05 gegen seinen Ex-Klub gewesen sein.

Im Interview mit der „Allgemeinen Zeitung“ schildert Königsdörffer seine Beweggründe für den Jubel vor den HSV-Fans: „Ich hatte zuvor ein wenig überlegt, ob ich es wirklich machen soll. Ich wollte es auch davon abhängig machen, ob gegen mich gepfiffen wird. Aber Hauptgrund war, dass ich ein Jahr lang wöchentlich bis täglich Nachrichten erhalten habe, in denen mir der Tod gewünscht wurde oder jede denkbare Verletzung.“

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Königsdörffer zeigt Hassnachricht

Der 24-Jährige schildert, dass er ganz bewusst zu diesem Mittel griff: „Vielleicht gibt es auch andere Mittel, das zu lösen. Aber ich glaube, dass die Leute, die so etwas schreiben, es einfach nicht anders verstehen – und deshalb habe ich auf diese Art und Weise gejubelt.“

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Im Interview zeigte Königsdörffer den Screenshot einer Nachricht aus der vergangenen Saison und las sie vor: „Du elendiger ungewollter Dauerasylant. Zu schlecht, gegen einen Oberligisten zu scoren, aber die viel zu dicke Oberlippe riskieren. Du wirst genauso untergehen, wie dein ganzes Volk, du Dritte-Welt-Nationalspieler. Möge dich der Gegenverkehr beim Überholen treffen.“

Jubel nicht gegen den Verein gerichtet

Der Nationalspieler Ghanas betonte, der Jubel habe sich gegen die Verfasser solcher Nachrichten gerichtet – nicht gegen den HSV. „Es war damit weder die Nordtribüne gemeint noch irgendjemand aus der Vereinsführung, vom Staff oder von den Spielern. Denn die habe ich alle sehr gern“, sagte er.

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