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Politik

Wie in den Ländern noch mehr gestreikt werden soll

wochentlich.deBy wochentlich.de16 Januar 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Wie in den Ländern noch mehr gestreikt werden soll
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Öffentlicher Dienst

Wie in den Ländern noch mehr gestreikt werden soll

Aktualisiert am 16.01.2026 – 17:52 UhrLesedauer: 3 Min.

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Von den Verhandlungen sind insgesamt rund 2,2 Millionen Beschäftigte betroffen. (Quelle: Michael Bahlo/dpa/dpa-bilder)

Autofahrer, Eltern und Patienten sind nur einige Gruppen, die vom Tarifstreit für den öffentlichen Dienst betroffen sind. Nun wollen die Gewerkschaften verstärkt ihre Muskeln spielen lassen.

Es sind noch knapp vier Wochen bis zum Finale im Tarifpoker des öffentlichen Dienstes der Länder. Nach der zweiten Verhandlungsrunde mit den Länder-Arbeitgebern zeigen sich die Gewerkschaften enttäuscht – und kampfbereit. Die Bürgerinnen und Bürger stimmen sie auf eine massive Ausweitung der bereits laufenden Warnstreiks bis Mitte Februar ein. Bereits kommende Woche soll es verstärkt weitergehen. Ein Überblick über die Lage:

Insgesamt rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Direkt verhandelt wird laut der Gewerkschaft Verdi für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder außer Hessen. Hier wird separat mit den Gewerkschaften verhandelt. Da das Tarifergebnis später in den einzelnen Ländern per Gesetz auf die Beamtinnen und Beamten und Versorgungsempfänger übertragen werden soll, sind auch diese rund 1,3 Millionen Personen betroffen.

Konkret geht es um die Lohntabellen von Lehrkräften an Schulen, Lehrenden an Hochschulen sowie Pflegerinnen und Pflegern, Ärztinnen und Ärzten an Universitätskliniken. Strafvollzug und Justizwesen sind genauso betroffen.

Ihre Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Geld im Monat – mindestens aber 300 Euro zusätzlich. Das sei Ergebnis eines Willensbildungsprozesses vor allem bei den Mitgliedern, sagt Werneke, und solle die unteren Lohngruppen stärken. Angesichts der hohen Inflation müssten die Beschäftigten aufholen, so Werneke bereits zum Auftakt der zweiten Verhandlungsrunde.

200 Euro pro Monat mehr soll es für Nachwuchskräfte geben – und die Aussicht auf unbefristete Übernahme. Alle Zeitzuschläge sollen um 20 Prozentpunkte steigen. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.

„Die Forderung der Gewerkschaft nach sieben Prozent Lohnerhöhung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten ist völlig überzogen“ – der Länder-Verhandlungsführer, Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), verweist bei der Ablehnung der Ursprungsforderungen auf die angespannten Länderhaushalte. Er erinnert zudem daran, dass die Inflation zuletzt deutlich zurückgegangen sei. Dressel vertritt die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL).

Dennoch kommt Dressel – so seine Darstellung – den Arbeitnehmern entgegen. Einige Eckpunkte habe er vorgelegt – auch eine leichte Erhöhung der Entgelte in drei Schritten. Die Gewerkschaften halten den Ländern vor, hinter verschlossener Tür nur von „einem Schnaps oberhalb der Inflation“ geredet zu haben – das sei viel zu wenig. Andere Vorschläge der Länder zielen laut Dressel auf Verbesserungen für den Nachwuchs und für Schicht-Beschäftigte ab.

Doch wie aus den Details ein Tarifwerk werden soll, mit dem beide Seiten leben können, blieb noch völlig unklar.

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