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Gesundheit

Wie es zum plötzlichen Herztod kommt

wochentlich.deBy wochentlich.de20 Februar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Wie es zum plötzlichen Herztod kommt
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Plötzlicher Herztod

Warum er fast nie aus dem Nichts kommt


Aktualisiert am 20.02.2026 – 07:43 UhrLesedauer: 2 Min.

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Plötzlich bleibt das Herz stehen: Allein in Deutschland passiert dies rund 65.000 Menschen pro Jahr. (Quelle: wildpixel/getty-images-bilder)

Täglich sterben Hunderte Menschen in Deutschland am plötzlichen Herztod. Warum das Herz fast nie ohne Vorwarnung versagt – und wie Sie Ihr Risiko deutlich senken können.

Alle fünf Minuten bricht in Deutschland ein Mensch zusammen, weil das Herz plötzlich aufhört zu schlagen. Der plötzliche Herztod wirkt wie ein unvorhersehbares Ereignis, doch meist entwickelt er sich über Jahre hinweg im Verborgenen.

In den meisten Fällen liegt eine unerkannte oder unbehandelte Herzerkrankung zugrunde. Wer Risiken früh erkennt und ernst nimmt, kann sein Leben oft retten.

Dem plötzlichen Herztod geht in der Regel eine schwere Herzrhythmusstörung voraus. Mediziner sprechen von Kammerflimmern. Dabei schlagen die Herzkammern so schnell und ungeordnet, dass das Herz kein Blut mehr in den Körper pumpt.

Innerhalb weniger Sekunden bricht der Kreislauf zusammen. Der Blutdruck fällt auf null, das Gehirn erhält keinen Sauerstoff mehr. Nach etwa vier Sekunden entsteht ein Benommenheitsgefühl, nach rund acht Sekunden verliert der Betroffene das Bewusstsein. Nach zwei bis drei Minuten setzt die Atmung aus, nach etwa zehn Minuten tritt der Tod ein, wenn keine Hilfe erfolgt.

Ab dem 40. Lebensjahr spielt die koronare Herzkrankheit die zentrale Rolle. Dabei verengen Ablagerungen die Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgen. Diese Durchblutungsstörung kann zu Herzinfarkten und zu einer Herzschwäche führen.

In Deutschland leben schätzungsweise rund sechs Millionen Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit. Häufige Auslöser sind Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Cholesterinwerte. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, entstehen Vernarbungen im Herzmuskel. Diese Narben begünstigen lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen.

Besonders häufig tritt zusätzlich eine Herzschwäche auf, auch Herzinsuffizienz genannt. Dabei kann das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen. Weitere Ursachen für den plötzlichen Herztod sind Herzmuskelentzündungen, Herzklappenerkrankungen, angeborene Herzfehler und dauerhaft hoher Blutdruck.

Der beste Schutz vor dem plötzlichen Herztod besteht darin, Herzerkrankungen und ihre Risikofaktoren früh zu erkennen und konsequent zu behandeln. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr helfen, gefährliche Veränderungen rechtzeitig zu entdecken. Bei familiärer Vorbelastung empfiehlt sich eine frühere Kontrolle.

Betroffene sollten einen Arzt aufsuchen, wenn folgende Symptome auftreten:

Treten typische Herzinfarkt-Symptome auf, zählt jede Minute. Dazu gehören starke, anhaltende Brustschmerzen, die oft in Arme, Rücken, Oberbauch oder Kiefer ausstrahlen, sowie kalter Schweiß, Übelkeit, Atemnot und Angst. In diesem Fall muss sofort der Notruf 112 gewählt werden.

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