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Können Wespen Krankheiten übertragen?
03.09.2025 – 10:11 UhrLesedauer: 3 Min.

Wespenstiche sind schmerzhaft. In seltenen Fällen können die Insekten beim Stich auch Bakterien übertragen. Wie groß das Risiko ist und worauf Sie achten sollten.
Es ist ein vertrautes Bild im Sommer: Eine Wespe kreist um das Glas mit Limonade, setzt sich auf süße Speisen oder untersucht den Mülleimer. Und genau hier liegt das Problem. Da Wespen auch an Abfälle und Aas nach Nahrung suchen, können Bakterien an ihnen haften. Diese könne durch den Kontakt auf Speisen, auch auf den Menschen übertragen werden. Aber wie groß ist die Gefahr, dass dadurch auch Krankheiten übertragen werden?
Wespen sind nicht gefährlicher als andere Insekten. Gesunde Menschen haben in der Regel keine Komplikationen durch Krankheitserreger zu befürchten.
Das größte Gesundheitsrisiko besteht auch bei Wespenstichen für Allergiker. Bei ihnen führt ein Stich zu einer starken Überreaktion des Immunsystems mit starken Schwellungen, juckendem Hautausschlag, Schwindel und Übelkeit – bis hin zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Mehr zu dem Thema, was bei einer Wespenstichallergie zu tun ist, erfahren Sie hier.
In selteneren Fällen kann ein Wespenstich aber auch eine Infektionskrankheit zur Folge haben. Das ist der Fall, wenn Bakterien über den Stich ins Gewebe gelangen. Dann kann es zu folgenden Komplikationen kommen:
In Ausnahmefällen kann es nach Wespenstichen zu ungewöhnlich schweren Reaktionen kommen. Dazu gehört etwa eine Vergiftung durch das Insektengift, wenn jemand sehr viele Stiche auf einmal erleidet. Dann drohen Schäden an Muskeln, Blut, Gehirn, Leber oder Nieren – vor allem Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen sind gefährdet. Auch nach einzelnen Stichen können in sehr seltenen Fällen ungewöhnliche Krankheitsbilder auftreten, etwa Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis), Nierenschäden oder neurologische Beschwerden. Warum solche Reaktionen entstehen, ist bislang nicht geklärt.
Um Infektionen nach dem Stich einer Wespe zu vermeiden, sollten Sie folgendermaßen vorgehen:
Wespen sind zwar lästig, stellen für gesunde Menschen aber nur selten ein gesundheitliches Risiko dar. Komplikationen durch Bakterien oder ungewöhnliche Reaktionen kommen vor, sind jedoch Ausnahmen. Die größte Gefahr bleibt eine allergische Reaktion oder ein Stich in den Mund- und Rachenraum. Wer die Einstichstelle sauber hält, kühlt und auf Veränderungen achtet, ist in der Regel gut geschützt. Bei ungewöhnlichen Symptomen wie Fieber, starken Schmerzen oder Atemnot sollte allerdings nicht gezögert, sondern sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
