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Werbung bei Prime Video – Frist zur Anmeldung läuft ab

wochentlich.deBy wochentlich.de18 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Werbung bei Prime Video – Frist zur Anmeldung läuft ab
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Werbung bei Prime Video

Sammelklage gegen Amazon: Frist läuft ab


18.05.2026 – 12:48 UhrLesedauer: 2 Min.

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Prime-Video: Amazon verlangt 2,99 Euro für Werbefreiheit – Richter prüfen die Vertragsänderung. (Quelle: Hanno Bode/imago)

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Die größte Sammelklage Deutschlands startet: Amazon steht wegen der Werbung bei Prime Video vor Gericht. Wer mitklagen will, muss sich beeilen.

Mehr als 200.000 Kunden von Amazon Prime haben sich einer Sammelklage gegen den Konzern angeschlossen. Am Dienstag beginnt vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht in München die mündliche Verhandlung in der nach Angaben der Verbraucherzentrale Sachsen derzeit größten Sammelklage Deutschlands. Wer sich noch anschließen will, hat dafür nur noch wenige Wochen Zeit.

Hintergrund ist eine Änderung, die Amazon am 5. Februar 2024 vorgenommen hat: Seitdem zeigt der Streamingdienst Prime Video Werbung. Wer weiter werbefrei streamen möchte, muss monatlich 2,99 Euro zusätzlich zahlen. Die Verbraucherzentrale Sachsen hält dieses Vorgehen für rechtswidrig. Amazon habe laufende Verträge ohne Zustimmung der Kunden geändert und müsse einen Teil der Gebühren zurückzahlen.

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Insgesamt haben sich nach Angaben der Verbraucherschützer bislang 219.349 Personen eingetragen. In Deutschland seien geschätzt 17 Millionen Prime-Kunden potenziell betroffen. Pro Person geht es laut Verbraucherzentrale um rund 80 Euro – die Summe der monatlichen 2,99 Euro seit Februar 2024.

Wer mitklagen kann

Anspruch hat, wer vor dem 5. Februar 2024 ein Amazon-Prime-Abo hatte und dieses mindestens bis zum 6. Februar 2024 weiterführte. Ob jemand das werbefreie Zusatzabo abgeschlossen hat oder seitdem mit Werbung streamt, spielt nach Angaben der Verbraucherzentrale keine Rolle. Die Anmeldung läuft online über das Klageregister des Bundesamts für Justiz, ist kostenfrei und dauert rund zehn Minuten.

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In einem Parallelverfahren hatte das Landgericht München I bereits im Dezember 2025 entschieden, dass Amazon die Vertragsänderung nicht einseitig hätte vornehmen dürfen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Amazon hat Berufung eingelegt. Der Konzern verteidigt sein Vorgehen. Nils Gräf, Deutschland-Chef von Amazon Ads, sagte im März der Branchenseite „DWDL“: „Amazon hat Kunden transparent, im Voraus und in Übereinstimmung mit geltendem Recht über die Aktualisierung der Werbung bei Prime Video informiert.“

Das Klageregister schließt am 9. Juni 2026, drei Wochen nach Beginn der mündlichen Verhandlung. Wer sich bis dahin nicht eingetragen hat, kann später keine Entschädigung mehr fordern.

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