„Will mich mit ihnen anlegen“
Weltmeister redet sich wegen Paris-Krawallen in Rage
19.10.2026 – 19:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach den heftigen Krawallen in Frankreich wütet Emmanuel Petit auf Social Media. Für eine Gruppe bringt er Verständnis auf.
Der ehemalige französische Nationalspieler Emmanuel Petit hat großes Unverständnis über die heftigen und gewaltsamen Krawalle am vergangenen Wochenende in Frankreich geäußert. „Ich finde, das ist ein regelrechter Skandal. Mir fehlen die Worte, um auszudrücken, was ich empfinde“, sagte er in einem dreieinhalb minütigen Video bei Instagram. Da er sich sonst nie zu Ereignissen auf der Welt äußere, wolle er sich auf die Ereignisse in seinem Heimatland konzentrieren.
Am Wochenende waren landesweite Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten in Frankreich von schweren Ausschreitungen und Plünderungen begleitet worden. Auch in der Nacht zu Montag blieb die Lage, etwa in Paris, angespannt. Auch in Mailand hatte es schwere Proteste und Ausschreitungen gegeben.
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Petit verspüre eine tiefe Wut gegenüber den Randalierern, „denen es offenbar scheißegal ist, einen französischen Pass zu besitzen. Ich bin sogar davon überzeugt, dass sie Frankreich hassen“, sagte er.
Seine Gedanken seien „bei den Ordnungskräften als auch bei all den Menschen, die ihren Beruf und ihre Arbeit verloren haben – Jahre der Mühen und Opfer, um ein ehrliches Leben zu führen, seien es Franzosen oder auch Einwanderer, die versuchen, sich in Frankreich zu integrieren.“
„Feigheit ist das, was sie verbindet“
Der 56-Jährige schreckt auch nicht vor einer persönlichen Konfrontation mit den Randalierern zurück. „Heute möchte ich auf die Straße gehen und mich mit all diesen kleinen Arschlöchern anlegen, denn es gibt kein anderes Wort dafür.“ Petit warnte jedoch davor, die friedlichen Demonstranten mit der eskalierenden Gruppe zu vermischen. „Sie sind vermummt, weil Feigheit das ist, was sie verbindet. Man zerstört alles, man zündet alles an, man zerschlägt alles, man plündert, man stiehlt, man verletzt, man greift an, man beleidigt.“
Er selbst könne die Unzufriedenheit der Menschen in Frankreich gut verstehen,“denn ich selbst habe auch mehr als die Nase voll davon, bezüglich der Steuern wie eine Zitrone ausgepresst zu werden.“ Man habe kein Geld für die Polizei, die Armee, Krankhäuser, Schulen „oder irgendjemanden – außer für Politiker“, spottete er.
