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Politik

Wehrdienst: Generalinspekteur meldet 15-Prozent-Zuwachs

wochentlich.deBy wochentlich.de20 September 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Wehrdienst: Generalinspekteur meldet 15-Prozent-Zuwachs
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„Deutlicher Sprung“

Generalinspekteur: Interesse am Wehrdienst nimmt stark zu

20.09.2025 – 07:52 UhrLesedauer: 2 Min.

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Soldaten nehmen auf dem Truppenübungsplatz der Panzerdivision in Munster an der Grundausbildugn teil (Archivbild): Dieses Jahr sollen sich schon mehr als 13.000 Menschen zum Wehrdienst gemeldet haben. (Quelle: IMAGO/Detlef Heese/imago)

Die Bundesregierung setzt mit dem Entwurf des neuen Wehrdienstgesetzes vor allem auf Freiwilligkeit. Bereits jetzt gebe es einen „deutlichen Sprung“ beim Interesse am Wehrdienst, sagt Generalinspekteur Breuer.

Die Bundeswehr verzeichnet nach Angaben von Generalinspekteur Carsten Breuer ein gestiegenes Interesse am Wehrdienst. „Wir haben einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich 15 Prozent mehr junge Menschen für den freiwilligen Wehrdienst entschieden“, sagte Breuer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Vor allem aus der Union wurden wiederholt Zweifel laut, ob sich mit der Kombination aus Wehrerfassung, Musterpflicht und Freiwilligkeit eine ausreichende Zahl an künftigen Soldaten gewinnen lässt. Dagegen sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius jüngst: „Wir haben für dieses Jahr 15.000 angepeilt und sind jetzt im August schon bei knapp 13.000 angelangt.“ Ziel sei es, bis 2029 auf jährlich 30.000 zu kommen und dann 110.000 Wehrdienstleistende ausgebildet zu haben.

Breuer sagte: „Wir fahren alle Kapazitäten hoch, die man hochfahren kann. Jedem ist klar, dass wir die jungen Männer und Frauen, die durch den neuen Wehrdienst zu uns kommen, dringend brauchen. Wir stehen einer Bedrohung gegenüber, der wir etwas entgegensetzen müssen.“

Video | Warum sich Zivilisten freiwillig zu Reservisten ausbilden lassen

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Quelle: reuters

Die Bundeswehr habe derzeit insgesamt 20.000 Plätze für den bestehenden, freiwilligen Wehrdienst, die genutzt werden könnten. Er gehe davon aus, dass Wehrdienstleistende auch im kommenden Jahr noch ausreichend in den bestehenden Strukturen ausgebildet werden könnten. Er sagte: „Und ob wir in den Folgejahren beispielsweise auch Reservisten zusätzlich als Ausbilder mit heranziehen, werden wir in den nächsten Wochen bewerten.“

Die Bedrohungslage mache es nötig, die Einsatzbereitschaft hochzuhalten. Darauf achte er. „Ein Kommandant eines Kampfpanzers ist mit seinem Panzer entweder in der Vorbereitung für das Gefecht an der Nato-Ostflanke und bildet seine Besatzung aus. Oder er ist Gruppenführer in der Basisausbildung und bildet Wehrdienstleistende aus“, sagte Breuer. Und: „Beides zeitgleich geht nicht. Die richtige Balance zu finden, ist, worauf es jetzt ankommt.“

Er gehe davon aus, dass sich mit dem neuen Wehrdienst auch mehr Männer und Frauen als Zeit- und Berufssoldaten verpflichten werden: „Das Einstiegstor war für viele früher auch der Wehrdienst. Darüber sind viele zur Bundeswehr gekommen und haben sich dann auch länger verpflichtet, obwohl sie sich das zu Beginn ihres Wehrdienstes selbst nicht gedacht hätten. Warum sollte das heute anders sein?“

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