Bei einer Blasenentzündung

Verzichten Sie besser auf diese harntreibenden Getränke


Aktualisiert am 25.09.2026 – 07:03 UhrLesedauer: 3 Min.

Was viele nicht wissen: Fruchtsäfte können den Harndrang verstärken. (Quelle: Milan Markovic/getty-images-bilder)

Bestimmte Getränke können Brennen und Harndrang bei einer Blasenentzündung verstärken. Was Betroffene trinken und worauf sie besser verzichten sollten.

Brennen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang und Schmerzen im Unterleib: Eine Blasenentzündung, medizinisch Zystitis, kann quälend sein. Ausreichend zu trinken, soll dabei helfen, die Erreger aus der Blase zu spülen. Doch nicht jedes Getränk ist geeignet. Einige können die Blase reizen und die unangenehmen Symptome verstärken.

Warum eine Blasenentzündung vor allem Frauen betrifft

Eine Blasenentzündung tritt überwiegend bei Frauen auf. Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit zufolge erkranken etwa zehn von 100 Frauen mindestens einmal pro Jahr an einer Blasenentzündung. Die Hälfte von ihnen bekommt innerhalb eines Jahres erneut Beschwerden. Eine Ursache der verstärkten Anfälligkeit sind die anatomischen Gegebenheiten: Die Harnröhre ist bei Frauen kürzer als bei Männern und After und Eingang der Harnröhre liegen eng beieinander. Erreger gelangen dadurch leichter in die Harnröhre und können von dort in die Blase aufsteigen.

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Risikofaktoren für eine Blasenentzündung sind unter anderem Geschlechtsverkehr, Abwischen von hinten nach vorn, übertriebene Intimhygiene mit Seifen und Waschgelen, spermienabtötende Verhütungsmittel, ein Diaphragma, Erkrankungen wie Diabetes mellitus sowie hormonelle Einflüsse, etwa Veränderungen im Östrogenspiegel nach den Wechseljahren.

Was eine Blasenentzündung so unangenehm macht

Bei einer Blasenentzündung sind die unteren Harnwege entzündet. Ursache der Infektion sind meist Bakterien, die aus dem Analbereich in Richtung Scheide verschleppt werden. Der häufigste Erreger bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen ist Escherichia coli. Entzünden sich Harnröhre und Harnblase, entstehen die typischen Symptome einer Blasenentzündung:

  • Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen
  • plötzlich einsetzender und häufiger Harndrang
  • kleine Urinmengen trotz starken Harndrangs
  • Schmerzen oder Druckgefühl im Unterbauch
  • möglicherweise trüber oder auffällig riechender Urin
  • manchmal Blut im Urin

Blase und Harnröhre sind durch die Entzündung sehr empfindlich. Ein verstärkter Druck im Unterbauch, etwa durch einen zu engen Gürtel, aber auch bestimmte Getränke oder scharfe Speisen können die Schleimhäute reizen und die Beschwerden verstärken.

Welche Getränke die Blase reizen können

Trinken ist bei einer Blasenentzündung wichtig. Laut dem Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V. (BVF) ist eine Erhöhung der Trinkmenge mit regelmäßiger Blasenentleerung eine wichtige grundsätzliche Maßnahme bei Harnwegsinfektionen. Das unterstützt die Blase dabei, Erreger auszuspülen. Außerdem wird durch das Trinken der Harn verdünnt. Wer zu wenig Flüssigkeit aufnimmt, hat einen konzentrierten Harn, der die Blase reizt.

Es geht also nicht darum, die Trinkmenge einzuschränken, sondern bei einer Blasenentzündung zu den passenden Getränken zu greifen. Denn nicht jedes Getränk tut der gereizten Blase gut. Getränke, die Betroffene mit einer akuten Zystitis besser meiden sollten, sind:

  • koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Matetee oder koffeinhaltige Limonaden
  • kohlensäurehaltige Getränke
  • zuckerhaltige oder mit Süßstoffen versetzte Getränke wie Cola und Limonaden
  • säurehaltige Getränke wie saure Säfte
  • Alkohol
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