Lebensbedrohlicher Zustand

Was ein erhöhter Hirndruck bedeutet und wie er sich äußert


23.09.2025 – 08:05 UhrLesedauer: 3 Min.

Modell eines Schädels mit Gehirn: Das Schädelinnere kann sich nicht beliebig ausdehnen.

Modell eines Schädels mit Gehirn: Das Schädelinnere kann sich nicht beliebig ausdehnen. (Quelle: Nadzeya Haroshka/getty-images-bilder)

Steigt der Druck im Schädelinneren, etwa durch einen Tumor, kann das gefährlich sein: Das Hirn wird schlechter durchblutet, sodass es Schaden nehmen kann.

Hirnblutung, Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall: Es gibt viele Auslöser für einen erhöhten Hirndruck. Bei deutlich zu hohen Werten können verschiedene Beschwerden auftreten – etwa Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.

Im Inneren des Schädels herrscht immer ein gewisser Druck: der Hirndruck. Fachleute sprechen von intrakraniellem Druck (intrakraniell = im Schädel/in der Schädelhöhle).

Der Hirndruck hat Einfluss auf die Durchblutung des Hirns – und somit darauf, wie gut es mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt ist. Bei gesunden Menschen ist der Hirndruck niedrig, und das Organ wird durch einen entsprechend höheren Blutdruck ausreichend durchblutet. Steigt der Hirndruck, ist dieser Prozess gestört, und die Durchblutung ist vermindert.

Das kann einen Teufelskreis in Gang setzen: Durch den hohen Druck wird das Gehirn weniger durchblutet. Das kann zu weiteren Hirnschäden führen, die wiederum Schwellungen auslösen. Dadurch kann der Hirndruck rasch steigen.

Im schlimmsten Fall ist der Hirndruck höher als der Blutdruck. Dadurch wird das Hirn gar nicht mehr durchblutet, sodass das Hirngewebe nach kurzer Zeit abstirbt.

Ein erhöhter Hirndruck kann also rasch bedrohlich werden. Bei möglichen Anzeichen ist daher umgehend ärztliche Hilfe erforderlich.

Im Schädelinneren befinden sich die Hirnsubstanz, Hirnflüssigkeit (Liquor) und Blut. Nimmt einer dieser drei Bestandteile an Volumen zu – etwa durch einen Tumor, eine Flüssigkeitsansammlung (Ödem) oder eine Blutung – wird das Volumen der beiden anderen zunächst verdrängt. Diese Kompensation ist jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt möglich. Ist dieser überschritten, vergrößert sich das Gesamtvolumen im Schädelinneren. Die harte, knöcherne Schädeldecke kann sich nicht ausdehnen, um der Masse Platz zu machen. Dadurch steigt der Druck im Hirn an.

Der Hirndruck kann also auf unterschiedliche Weise steigen, zum Beispiel, weil

Zu möglichen Ursachen für einen erhöhten Hirndruck zählen etwa:

Bei einer Raumforderung wie einem Tumor nimmt das Volumen im Schädel allein durch die zusätzliche Masse zu. Wenn der Tumor den Abfluss der Hirnflüssigkeit behindert, kann dies ebenfalls einen Druckanstieg begünstigen.

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