Märtha Louise steht auf Platz drei der Thronfolge
Entsprechend wurde Haakon nach dem Tod seines Großvaters Olav V. im Januar 1991 Kronprinz und direkter Thronfolger seines Vaters Harald. Heute steht Märtha Louise hinter ihrer Nichte Ingrid Alexandra und ihrem Neffen Sverre Magnus auf Rang drei der norwegischen Thronfolge.
Märtha Louise wird zwar weiterhin auf der Homepage des Palastes aufgeführt, jedoch nicht als Mitglied des königlichen Hauses. Die ausgebildete Physiotherapeutin und Geistheilerin ist Vorsitzende der Märtha-Louise-Stiftung und betreibt ein eigenes Unternehmen, gibt etwa Kurse und hält Vorträge. Zudem ist sie Autorin mehrerer Bücher und Hörbücher. Märtha Louise ist seit 2002 selbstständig und steuerpflichtig, seither bezieht sie keine Apanage mehr, also eine finanzielle Zuwendung zur Sicherung ihres standesgemäßen Unterhalts. Seit 2019 verzichtet sie darauf, ihren Prinzessinnentitel im Kontext ihrer geschäftlichen Tätigkeiten zu führen.
Offizielle Pflichten für das Königshaus übernimmt sie seit 2022 nicht mehr. Teil der königlichen Familie ist sie aber weiterhin. Genauso wie ihr Mann, der Schamane Durek Verrett, sowie ihre Töchter Maud, Leah, Emma, die sie mit ihrem 2019 verstorbenen Ex-Mann, dem Schriftsteller Ari Behn, hat.
Kognatische Primogenitur in anderen europäischen Monarchien
In Spanien gilt die kognatische Primogenitur im Übrigen bis heute. Auch König Felipe VI. hat zwei ältere Schwestern, die in der Thronfolge erst nach ihm und seinen eigenen Nachkommen auftauchen. Er selbst hat nur Töchter, wodurch Prinzessin Leonor seine Nachfolgerin wird. Hätten Felipe und Letizia noch einen Sohn bekommen, hätte sich dies geändert.
Selbiges ist in der monegassischen Verfassung verankert. So durfte die ältere Schwester von Fürst Albert II., Prinzessin Caroline, ihrem Vater nach dessen Tod nicht auf den Thron folgen. Dasselbe ist bei den Zwillingen des Fürsten und seiner Frau, Fürstin Charlène, der Fall: Obwohl Gabriella zwei Minuten älter als ihr Bruder Jacques ist, steht dieser auf Rang eins der Erbfolge. Die Thronfolgeregelungen im Fürstentum Liechtenstein wurden erst im August 2026 dahingehend angepasst, dass das erstgeborene Kind egal welchen Geschlechts auf den Thron folgt.
