Der Stuhltest ist im Vergleich zur Darmspiegelung sehr einfach durchzuführen: Der Patient gibt eine Stuhlprobe ab (zum Beispiel beim Hausarzt), welche auf verstecktes – also nicht ohne Weiteres sichtbares – Blut untersucht wird.

Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben. Dazu zählen unter anderem Darmkrebs oder Krebsvorstufen. Ein Beweis für Darmkrebs ist ein positiver Test jedoch nicht. Hat sich Blut im Stuhl ergeben, ist daher immer eine Darmspiegelung nötig, um den Verdacht abzuklären.

Die Bauchaorta (Bauchschlagader) kann sich an einer Stelle ausdehnen. Ab einer gewissen Größe sprechen Fachleute von einem Aneurysma. Betroffene merken von dieser Ausdehnung in der Regel nichts. Vor allem ältere Männer sind betroffen. Ein Aneurysma kann jedoch (wenn auch selten) gefährlich werden – nämlich dann, wenn es reißt. Das kann lebensbedrohlich sein.

Daher empfehlen Fachleute Männern ab 65 einen Ultraschall der Bauchaorta. Dabei lässt sich ein Aneurysma frühzeitig erkennen. Große Aneurysmen können operiert werden, um einem Riss vorzubeugen.

Die hier beschriebenen gesetzlichen Altersgrenzen für die Früherkennung in Deutschland richten sich an Personen ohne Beschwerden oder besondere Risikofaktoren.

Personen mit bestimmten Risikofaktoren können manche Untersuchungen früher und/oder häufiger kostenlos wahrnehmen. Zum Beispiel können Frauen, die ein genetisch erhöhtes Risiko für Brustkrebs haben, früher eine Mammografie in Anspruch nehmen, ohne zuzahlen zu müssen. Auch wenn der Arzt den Verdacht auf eine bestimmte Erkrankung hat, können Untersuchungen bereits früher sinnvoll werden.

Schwangere können zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen durchführen lassen. Dazu zählen:

Früherkennungsuntersuchungen haben sowohl Vor- als auch Nachteile.

Ein Vorteil ist, dass viele Krankheiten schon frühzeitig entdeckt werden können, was die Chancen auf Heilung meist erhöht. In manchen Fällen lassen sich auch bereits Krebsvorstufen erkennen und behandeln, sodass eine Krebserkrankung verhindert werden kann (Vorsorge).

Es können sich aber auch Nachteile ergeben. Eine Untersuchung kann mit Nebenwirkungen oder Komplikationen verbunden sein: Zum Beispiel können bei einer Darmspiegelung – wenn auch relativ selten – Verletzungen entstehen. Ein weiterer möglicher Nachteil: Manchmal handelt es sich bei einem Befund um falschen Alarm. Dies kann eine unnötige psychische Belastung bedeuten. Auch kann es sein, dass zwar eine Erkrankung festgestellt wird, diese aber nicht geheilt werden kann, was ebenfalls psychischen Stress mit sich bringen kann.

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