Riskanter Schmerz im Rücken

Wann sind Rückenschmerzen gefährlich?


13.09.2025 – 07:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Rückenschmerzen sind ein häufiges Symptom, aber nicht immer ein harmloses. (Quelle: Brothers91/getty-images-bilder)

Rückenschmerzen sind oft die Folge von Bewegungsmangel und Muskelverspannungen. Manchmal haben sie eine ernste Ursache. Wann Sie zum Arzt müssen.

Rückenschmerzen sind ein echtes Volksleiden. Eine im Sommer 2024 im Auftrag der AOK durchgeführte repräsentative Umfrage ergab: Über 81 Prozent der Menschen in Deutschland hatten im letzten Jahr mindestens einmal Rückenschmerzen. Meist sind die Ursachen harmlos – aber nicht immer.

Die Mehrzahl der Patienten mit Rückenschmerzen leidet unter dem sogenannten nichtspezifischen Kreuzschmerz. Das bedeutet, dass sich für die Schmerzen keine bestimmte zu behandelnde organische Ursache feststellen lässt.

Auslöser sind oft langes Sitzen, Fehlhaltungen beim Stehen, Überlastungen beim Sport, Bewegungsmangel sowie eine schwache Rumpfmuskulatur. In den meisten Fällen hilft eine Bewegungstherapie, etwa im Rahmen einer Physiotherapie, die Schmerzen zu lindern. Wärmeanwendungen unterstützen verspannte Muskeln dabei, sich zu lockern. Schmerzmittel können kurzzeitig eingenommen werden, um in der Akutphase in Bewegung zu bleiben.

Doch nicht immer sind Rückenschmerzen harmlos. Manchmal ist der Kreuzschmerz ein Anzeichen für tieferliegende Probleme. Treten plötzlich starke Schmerzen auf oder schränken die Beschwerden den Alltag deutlich ein, sollte man einen Termin beim Orthopäden vereinbaren. Dieser kann untersuchen, ob möglicherweise eine gefährliche Ursache für die Beschwerden verantwortlich ist – und gegebenenfalls an andere Fachärzte überweisen, beispielsweise einen Neurologen.

Folgende Symptome können zusammen mit Schmerzen im Rücken ein Hinweis auf ein ernsthaftes gesundheitliches Problem sein:

Taubheitsgefühle, Kribbeln und Lähmungserscheinungen können auf Nervenreizungen oder Nervenschädigungen im Bereich der Wirbelsäule hindeuten, etwa als Folge eines Bandscheibenvorfalls. Probleme beim Wasserlassen und beim Stuhlgang sowie Gefühlsstörungen im Gesäßbereich können ein Hinweis auf drohende Schäden an den Nerven in der Steißbeinregion sein.

Fieber und Schüttelfrost sind mögliche Warnzeichen für eine Infektion an der Wirbelsäule. Auch nächtliche Schweißausbrüche können auf Entzündungsprozesse hindeuten, beispielsweise infolge einer rheumatischen Erkrankung. Treten die Kreuzschmerzen nach einem Unfall auf, können Verletzungen der Wirbelsäule, wie Wirbelbrüche, vorliegen. Ein unerklärlicher Gewichtsverlust sowie starke Schwäche können unter Umständen ein Zeichen für eine Infektion oder Krebserkrankung sein.

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