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Wann sie sich aufblähen und innere Planeten verschlingen könnte

wochentlich.deBy wochentlich.de24 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Wann sie sich aufblähen und innere Planeten verschlingen könnte
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Neue Erkenntnisse

Sonne könnte am Ende ihres Lebens durchs All geschleudert werden


24.06.2026 – 07:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Ein Roter Riese: Am Ende ihres Lebenszyklus wird sich die Sonne aufblähen. (Quelle: Nazarii Neshcherenskyi)

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In fünf Milliarden Jahren bläht sich die Sonne zum Roten Riesen auf und verschlingt die inneren Planeten. Tausende Plasma-Ausbrüche könnten ihr dabei einen Extraschub geben.

Derzeit merkt man in vielen Teilen Europas an den extremen Temperaturen, welche enorme Strahlkraft die Sonne hat. Doch eines Tages wird sich die Sonne ein letztes Mal aufbäumen.

Bis dahin sind es noch etwa fünf Milliarden Jahre. Ob die Menschheit dieses letzte Spektakel überhaupt noch erlebt, ist völlig unklar. Doch was sich abspielen wird, kann man anhand zahlreicher Untersuchungen schon heute skizzieren. Forscher des California Institute of Technology (Caltech) haben berechnet, was in der Sterbephase unserer Sonne passiert. Das Ergebnis: Sie wird vermutlich nicht einfach erlöschen – sondern könnte durch den Ausstoß von Plasmabrocken durch das All katapultiert werden.

  • Die stille Gefahr im Orbit: „Dann hätten wir ein großes Problem“
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Der Prozess beginnt, wenn ein Stern seinen Wasserstoffvorrat aufgebraucht hat. Sein Kern kollabiert, die äußeren Schichten blähen sich auf das bis zu Hundertfache des ursprünglichen Durchmessers auf – der Stern wird zum sogenannten Roten Riesen. Unsere Sonne wird sich dabei ausdehnen und die inneren Planeten, darunter möglicherweise auch die Erde, verschlucken. Am Ende verliert der Rote Riese seine äußeren Schichten vollständig. Was übrig bleibt, ist ein kompaktes, glühendes Überbleibsel: ein sogenannter Weißer Zwerg.

Plasma-Stöße erschüttern sterbende Sterne

Genau in dieser Sterbephase passiert laut den Caltech-Forschern etwas Unerwartetes. Demnach erhält ein Roter Riese im Laufe von Hunderttausenden von Jahren rund 10.000 kleine Stöße – ausgelöst durch den chaotischen Ausstoß von Plasmabrocken in alle Richtungen.

„In diesem Modell werden Materie-Blobs chaotisch und asymmetrisch von der Oberfläche der aufgeblähten Sterne ausgestoßen“, erklärt Caltech-Forscher Jim Fuller. „Und jedes Mal, wenn das passiert, erhält der Stern einen kleinen Stoß in die entgegengesetzte Richtung. Wie Newton sagte: Jede Aktion hat eine gleich große Reaktion in entgegengesetzter Richtung.“

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Obwohl die Plasmabrocken in zufällige Richtungen geschleudert werden, ergibt sich über die Zeit ein Nettoeffekt. Mathematiker nennen dieses Phänomen einen „Random Walk“, zu Deutsch etwa „Zufallsbewegung“. Das Prinzip lässt sich anschaulich erklären: Wer bei jedem Schritt per Münzwurf entscheidet, ob er nach Norden oder Süden geht, wird sich trotzdem von seinem Ausgangspunkt entfernen.

Für einen Roten Riesen ergibt sich daraus laut Fuller eine Bewegung mit einer Geschwindigkeit von rund 3.540 Kilometern pro Stunde – in welche Richtung auch immer das Chaos ihn treibt.

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