Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern

Feuerwehr evakuiert Bewohner aus Ortschaft

Aktualisiert am 13.07.2026 – 20:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Waldbrand in Deutschland (Symbolbild): In Mecklenburg-Vorpommern musste der Ort Granzin geräumt werden. (Quelle: Marius Schwarz, via www.imago-images.de)

Bei Parchim in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Waldbrand ausgebrochen. Eine nahegelegene Ortschaft wird geräumt. Die Feuerwehr kämpft mit einer gefährlichen Altlast.

Wegen eines Waldbrands im Müritz-Nationalpark haben die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern am Montag mit der Evakuierung der Ortschaft Granzin begonnen. Zahlreiche Feuerwehrleute und Rettungswagen seien auf dem Weg, um ältere und kranke Menschen in Sicherheit zu bringen und den Brand zu löschen, erklärte die Polizei in Neubrandenburg. Von Verletzten sei ihr nichts bekannt. Die Brandursache ist unklar.

Den Angaben zufolge steht eine Fläche von mindestens 6.300 Quadratmetern in Flammen, wie der Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte berichtete. Das entspricht ungefähr einem Fußballfeld. Die Polizei hatte die Fläche des Feuers zuvor mit 3.000 Quadratmetern angegeben. Weil sich in dem Gebiet noch alte Munition befinde, sei auch ein Munitionsbergungsdienst im Einsatz.

Granzin hat rund 350 Einwohner und liegt im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die ländlich geprägte Gemeinde ist von Mooren und Wäldern umgeben – darunter das Granziner Torfmoor, ein Teil des Naturschutzgebiets Großes Moor bei Darze. Zu Granzin gehören neben dem Hauptort die Ortsteile Bahlenrade, Beckendorf, Greven und Lindenbeck.

Weiterer Waldbrand in Brandenburg

Auch auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog in Brandenburg ist ein Feuer ausgebrochen. Es brenne auf einer Fläche von 2,4 Hektar, sagte ein Sprecher der Feuerwehrleitstelle in Brandenburg an der Havel. Das entspricht etwa einer Größe von mehr als drei Fußballfeldern. „Die Feuerwehr ist weiter im Einsatz“, sagte der Sprecher.

In einem Waldgebiet bei Jüterbog brennt es: Auch hier erschweren Munitionsreste die Arbeit der Feuerwehrleute. (Quelle: Manuel Genolet)

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnte die Menschen in der Region vor Rauchentwicklung. „Schließen Sie Fenster und Türen und schalten Sie Lüftungen und Klimaanlagen ab“, hieß es in der Warnmeldung. „Ermöglichen Sie den Rettungskräften ungehinderten Zugang zum Einsatzgebiet!“ Wegen der Trockenheit galt fast in ganz Brandenburg die zweithöchste Gefahrenstufe für Waldbrände.

Auf dem ehemaligen Truppenübungsgelände kommt es wiederholt zu Waldbränden: Im Jahr 2023 brannte es bei Jüterbog auf rund 700 Hektar. Die Stadt im Landkreis Teltow-Fläming liegt südlich von Berlin und unweit der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Die Brandbekämpfung wird erschwert, weil das Gelände mit Munition belastet ist.

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