Mastbruch auf der Nordsee
Sportboot rammt historisches Feuerschiff
07.06.2026 – 16:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Notfalleinsatz auf der Nordsee: Vor Helgoland kracht ein Segelboot gegen ein bekanntes Museumsschiff. Der Mast bricht, die Seenotretter müssen raus.
Ein Sportboot ist in der Nacht auf der Nordsee mit einem Museumsschiff kollidiert. Die Besatzung des ehemaligen Feuerschiffes mit dem Namen „Bürgermeister O´Swald II“ habe sofort den internationalen Not- und Anrufkanal benutzt, um über den Vorfall zu informieren, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit.
Der Zusammenstoß ereignete sich demnach um kurz nach 1 Uhr am frühen Sonntagmorgen etwa eine Seemeile (knapp zwei Kilometer) vor dem Hafen von Helgoland. Der auf Helgoland stationierte Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ lief sofort aus. Von der „Neuwerk“, einem Mehrzweckschiff der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, startete ein Beiboot zur Unglücksstelle.
Vor Ort stellte sich heraus, dass das Sportboot schwer beschädigt war. Der Mast des unter vollen Segeln fahrenden Boots war gebrochen. Ein Sanitäter stieg sofort auf das Segelboot, konnte aber schnell Entwarnung geben. Die Besatzung des 11,50 Meter langen Seglers, ein Mann und eine Frau aus den Niederlanden, war unverletzt.

Das hat es mit dem Feuerschiff auf sich
Die Seenotretter und die Besatzung der „Neuwerk“ brachten das Sportboot und seine Besatzung in den Hafen. Zur Ursache der Kollision hat die Wasserschutzpolizei Helgoland Ermittlungen aufgenommen.
Die „Bürgermeister O´Swald II“ ist bekannt als Feuerschiff auf der Position „Elbe 1“. Von 1948 bis 1988 diente es als schwimmender Leuchtturm vor der Elbmündung. Mit einer Länge von 57,30 Metern war es das größte Feuerschiff der Welt. Es war das letzte bemannte Feuerschiff auf dieser Position. Das Schiff ist restauriert und seetüchtig und gilt heute als nautisch-technisches Denkmal, um dessen Erhalt sich ein Verein kümmert. Das Schiff unternimmt regelmäßig Fahrten und kann auch gebucht werden.
