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Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sagte den EU-Gesetzgebern, dass die Union die verbleibenden Barrieren in ihrem Binnenmarkt abbauen müsse, um im aktuellen geopolitischen Klima konkurrenzfähig zu sein.

„Wir müssen beenden, was wir begonnen haben. Wir müssen die Hindernisse beseitigen, die in unserem Binnenmarkt immer noch bestehen“, sagte von der Leyen den am Mittwoch in der Plenarsitzung versammelten Abgeordneten. „Wir müssen es viel einfacher machen, europaweit zu expandieren. Das ist das grundlegende Versprechen des Binnenmarkts und es muss erfüllt werden.“

Von der Leyen bezeichnete die Praxis des sogenannten „Gold-Plating“ – bei dem die Mitgliedsstaaten die EU-Vorschriften unnötig komplex gestalten – als ein wesentliches Hindernis für das Unternehmenswachstum in der gesamten Union.

Der Kommissionspräsident versprach außerdem, den Binnenmarkt „durch Design digital“ zu gestalten, und verwies auf EU-Initiativen in den Bereichen Halbleiter, Cloud-Infrastruktur und KI-Entwicklung.

Zur Klimaagenda argumentierte sie, dass das Erreichen der Umwelt- und Kreislaufwirtschaftsziele der EU einen Binnenmarkt erfordert, der saubere Innovationen belohnt und Handelshemmnisse für kohlenstoffarme Waren und Dienstleistungen beseitigt.

Von der Leyen ging auch auf die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette ein und wies darauf hin, dass die EU neue Handelsabkommen vorantreibt – wobei ein Mexiko-Abkommen voraussichtlich noch in dieser Woche unterzeichnet wird.

Abschließend betonte sie, dass die Vorteile des Binnenmarkts jede Region und jeden Bürger erreichen müssen, bevor sie vor Selbstgefälligkeit warnte.

„Der Binnenmarkt ist eine der großen Erfolgsgeschichten Europas. Aber Erfolg ist nichts, was wir von früheren Generationen geerbt haben. Er erfordert ständige Arbeit, Vision und politischen Willen“, sagte sie.

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