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You are at:Home»Finanzen»Volatilität und die Angst der Anleger
Finanzen

Volatilität und die Angst der Anleger

wochentlich.deBy wochentlich.de23 August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Levels von 50 oder 80 oder gar 100 kommen ausgesprochen selten vor. Zu Zeiten der Lehman-Pleite im Jahr 2008 sah der VDax-NEW ebenso wie sein Pendant in den USA, der VIX, Notierungen um 80. Dieses Rekordhoch galt, wie gesagt, bis zur Corona-Pandemie 2020.

Kriege erhöhen die Volatilität

Während der Euro-Krise lag die Volatilität zeitweise um 50 und leicht darüber und auch bei temporären Crashes wie dem Beginn des Iran-Kriegs oder dem Beginn des Ukraine-Kriegs können Volatilitäten schnell Niveaus von 50 erreichen. Wie aber verhält sich der Preis eines Put-Optionsscheins und natürlich auch von Call-Optionsscheinen, je nachdem, wie stark die Volatilität sich entwickelt? Dazu hilft der Blick auf eine konkrete Wertpapierkennnummer. Präzise gesprochen geht es um die Nummer GV3PR6 und damit einen Dax-Put mit einer Basis von 26.000 Zählern und einer Laufzeit bis zum 19. März 2027.

Die implizite Volatilität dieses Scheins liegt Mitte August 2026 bei rund 16 Punkten und der Put-Optionsschein kostet elf Euro. Bedient man die gängigen Optionsscheinrechner, die beispielsweise Zertifikate-Emittenten wie Goldman Sachs anbieten, dann sieht man, dass schon bei einem Volatilitätsniveau von 20 der Preis des Optionsscheins um rund 25 Prozent steigen würde.

Portfolio absichern

Bei Volatilitäten über den VDax, abzulesen von 25 oder 30, erhöht sich nur aufgrund der Volatilität der Preis des Put-Optionsscheins schon um 50 respektive 95 Prozent. Steigt die Volatilität gar auf ein Crash-Level von 40, würde der Optionsschein nahezu das Dreifache kosten. Anhand dieser einfachen Rechnung können Anleger sich ausmalen, wie wichtig es ist, das Portfolio dann abzusichern, wenn Volatilität niedrig ist und die sogenannten Prämien am Boden sind. Man kann sich dies auch ganz einfach vorstellen. Wenn ein Ereignis schon eingetreten ist, wie beispielsweise der Beginn des Iran-Kriegs oder eskalierende Ölpreise oder ein Crash am Markt für US-Technologieaktien, dann ist die Volatilität am Markt bereits gestiegen und man zahlt entsprechend mehr für seinen Put-Optionsschein.

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Ausgewählt von unserem Börsenexperten Benjamin Feingold

Für Anleger gibt es neben der beschriebenen Absicherung mehrere Möglichkeiten, sich gegen Marktturbulenzen zu wappnen. Eine Option sind Aktien mit attraktiver Dividendenrendite. Im DAX liegt Mercedes Benz Group mit knapp acht Prozent an der Spitze.

Für wen geeignet?Mittel- bis Langfristanleger

In welcher Marktsituation geeignet?Steigende Kurse in der Mercedes-Benz-Group-Aktie

Risikoklasse: Mittel

Laufende Gebühren: 1 Euro pro Trade

Wenn ein Sektor am Aktienmarkt zuvor stark gelaufen ist, folgt häufig eine Rotation in Bereiche, die zurückgeblieben sind. Im DAX zählt 2026 der Automobilsektor zu den schwächeren Branchen. Bei den Einzelaktien hinkt Rheinmetall nach einem starken Vorjahr nun hinterher.

Für wen geeignet?Mittel- bis Langfristanleger

In welcher Marktsituation geeignet?Steigende Kurse in der Rheinmetall-Aktie

Risikoklasse: Mittel

Laufende Gebühren: 1 Euro pro Trade

Absicherung, bevor die Volatilität steigt

Dazu verhält man sich prozyklisch und läuft dem Markt sprichwörtlich hinterher. Bezogen auf unsere Überschrift der aktuellen Kolumne bedeutet dies, dass man sein Portfolio mit Put-Optionsscheinen, sofern man denn absichern möchte, dann bestücken sollte, wenn gerade keiner über Optionsscheine auf fallende Kurse spricht und die Volatilitäten niedrig sind. Dann ist es wie bei einer Automobilversicherung.

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