Kia K4 Sportswagon im Test
Wenn diese Gedenksekunde nicht wäre
23.08.2026 – 10:18 UhrLesedauer: 6 Min.
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Flach, lang und ziemlich praktisch: Der Kia K4 Sportswagon beweist, warum es nicht immer SUV sein muss. Im Alltag macht der Kombi vieles richtig – eine Eigenart kann allerdings stören.
Kombis haben es nicht leicht. Wo früher Golf Variant, Astra Caravan und Co. das Straßenbild prägten, stehen heute an jeder Ecke ein SUV oder Crossover. Höher sitzen, leichter einsteigen, mehr Bodenfreiheit – das kommt offenbar an. Kia hält trotzdem am klassischen Kombi fest. Der K4 hat den Ceed abgelöst, nun bekommt er mit dem Sportswagon eine Kombiversion zur Seite gestellt.
4,70 Meter lang, 1,85 Meter breit und nur 1,44 Meter hoch ist der K4 Sportswagon. Das Ergebnis ist ein sehr lang gestrecktes, flaches Auto. Immerhin ist der Kia rund sieben Zentimeter länger als ein VW Golf Variant. Gleichzeitig wirkt er deutlich weniger wuchtig als ein SUV.
Ein Kombi, der auffällt
Beim Design geht Kia einen eigenen Weg. Die sogenannte Star-Map-Lichtsignatur an der Front stellt die Verbindung zu den neueren Modellen – auch den elektrischen – der Marke her. Am Heck zieht sich das Leuchtenband weit über die Karosserie und läuft an den Seiten vertikal aus. Dadurch wirkt der K4 noch breiter. Insgesamt steht dem Sportswagon dieses Heck nach unserem Geschmack sogar besser als dem kürzeren K4 Hatchback.
Ungewöhnlich für einen Kombi sind die hinteren Türgriffe. Sie sind in die C-Säulen integriert und auf den ersten Blick kaum zu sehen. Hat man sie einmal gefunden, ist die Bedienung kein Problem. An etwas anderes muss man sich nach Jahren des SUV-Booms ebenfalls wieder gewöhnen: Anders als beim SUV steigt man in den K4 tatsächlich hinunter. Das ist für Fahrer und Passagiere mit eingeschränkter Beweglichkeit weniger bequem, vor allem beim Aussteigen.
Das Cockpit wirkt typisch Kia: klar strukturiert, modern, aber nicht um jeden Preis auf Touchbedienung getrimmt. Zwei 12,3-Zoll-Bildschirme für Instrumente und Infotainment dominieren das Armaturenbrett. Dazwischen sitzt ein kleiner 5,3-Zoll-Touchscreen für die Klimatisierung. Die Instrumente lassen sich unterschiedlich darstellen: Wer klassische Rundinstrumente mag, kann sie sich auf den Bildschirm holen.
Viele Knöpfe – zum Glück

Vor allem aber gibt es noch echte Schalter und Tasten. Fensterheber, Spiegel, Scheibenwischer und viele andere Funktionen lassen sich dort bedienen, wo man sie erwartet. Das klingt banal, ist in Zeiten immer umfangreicherer Touchscreen-Menüs aber längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Ganz perfekt ist die Lösung trotzdem nicht. Der kleine Bildschirm für die Klimatisierung liegt aus Fahrersicht teilweise hinter dem Lenkrad. Das kennt man ähnlich von anderen Kia-Modellen – besser wird es dadurch nicht. Doch glücklicherweise gibt es für Temperatur und Lüftung auch Bedienwippen.
