Gefürchtete Schiffskrankheit

Virus-Ausbruch trifft mehr als 100 Kreuzfahrt-Passagiere


Aktualisiert am 06.07.2026 – 16:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Die „Ruby Princess“ (Archivbild): Die Reederei kündigte an., das Schiff vor der nächsten Reise gründlich zu desinfizieren. (Quelle: IMAGO/Tayfun Coşkun/imago)

Ein Kreuzfahrtschiff ist auf großer 21-Tage-Fahrt. Dann wird ein Passagier nach dem anderen krank – die Menschen leiden unter Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.

Auf dem Kreuzfahrtschiff „Ruby Princess“ ist während einer Alaska-Kreuzfahrt das Norovirus ausgebrochen. Wie die US-Gesundheitsbehörde CDC mitteilte, erkrankten 102 von 3.032 Passagieren auf der Rundreise, die am 12. Juni in San Francisco gestartet war.

Bis zum Ende der Fahrt am 2. Juli erkrankten demnach zudem 23 von 1.144 Crewmitgliedern. Das heißt: Es wurden 3,4 Prozent aller Passagiere und 2 Prozent aller Crew-Mitglieder krank.

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Die Reederei Princess Cruises teilte unterdessen mit, dass die Schiffsbesatzung umgehend reagiert und „verbesserte Hygienemaßnahmen auf dem gesamten Schiff“ umgesetzt habe. Das Schiff werde vor seiner nächsten Fahrt gründlich gereinigt und desinfiziert.

Norovirus: Darum sind Kreuzfahrtschiffe so gefährdet

Norovirus-Ausbrüche kommen auf Kreuzfahrtschiffen relativ häufig vor. Viele Menschen verbringen auf engem Raum viel Zeit miteinander – das sind ideale Bedingungen für einen Virus-Ausbruch. Noroviren sind zudem extrem ansteckend, sodass ein einziger Erkrankter genügt, um viele andere Menschen ebenfalls zu infizieren.

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Die Erkrankung setzt oft abrupt ein und äußert sich durch starken Durchfall, Übelkeit und heftiges Erbrechen. Begleitend treten häufig Bauch- und Muskelschmerzen auf. Die Körpertemperatur kann leicht erhöht sein, meist kommt es jedoch nicht zu hohem Fieber.

Die intensiven Brechdurchfälle können schnell zu einem Flüssigkeitsverlust führen, der sich durch Schwäche oder Schwindel bemerkbar macht. In der Regel klingen die Symptome innerhalb von ein bis zwei Tagen vollständig ab.

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