Ermittlungen gegen den Vater

Mädchen stirbt im Urlaub an der Adria


Aktualisiert am 20.07.2026 – 14:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Urlaubsort Milano Marittima (Symbolbild): Einem Mädchen konnten die Rettungskräfte nicht mehr helfen. (Quelle: IMAGO/Alessio Marini / LiveMedia/imago-images-bilder)

Ein unbeobachteter Moment im Italienurlaub – und dann passiert es: Ein kleines Mädchen aus Österreich stirbt in einem Hotelpool.

Ein vier Jahre altes Mädchen ist im Pool eines Hotels an der Adria ums Leben gekommen. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, entdeckten Hotelgäste das Kind am Samstag leblos im Wasser. Wiederbelebungsversuche in der Gemeinde Milano Marittima (Provinz Ravenna) blieben erfolglos. Gegen den 56 Jahre alten Vater laufen inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts der Kindesvernachlässigung.

Laut Ansa filmten Überwachungskameras Teile des Unglücks. Auf den Bildern ist demnach zu sehen, wie das Mädchen alleine in Richtung Pool geht – erst Minuten später kommt auch der Vater der Vierjährigen. Er soll sein Kind zuvor gebeten haben, auf ihn zu warten. Mutmaßlich habe er noch etwas aus dem Hotelzimmer holen wollen. Als er zurückkehrte, lag seine Tochter bereits leblos im Wasser. Der Pool hat eine Tiefe zwischen 70 und 150 Zentimetern. Die Mutter und zwei ältere Geschwister sollen zu dem Zeitpunkt gemeinsam beim Essen gewesen sein.

Kein Bademeister am Pool – aber Tore waren offen

Laut bisherigen Ermittlungen war zum Zeitpunkt des Unglücks offenbar kein Bademeister im Einsatz, der Pool soll trotzdem zugänglich gewesen sein. Auch habe ein Schild gefehlt, das Kindern unter zwölf Jahren den Zutritt zum Pool ohne Begleitung der Eltern verbietet. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Autopsie des toten Kindes an und sperrte den Pool ab, um Spuren zu sichern.

Die österreichische Familie verbrachte laut der Zeitung „La Repubblica“ jedes Jahr ihren Urlaub an der Riviera, sie sollen Stammgäste in dem Hotel gewesen sein. Am Ort des Unglücks wurden dem Bericht zufolge Blumen niedergelegt.

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