Auch Schülerin misshandelt

Lehrer vergewaltigte eigenes Baby – so wurde er entlarvt


17.07.2026 – 12:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Lehrer vergeht sich an seinem eigenen Baby und einer Schülerin: Ein Chatverlauf machte die Polizei aufmerksam. (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-bilder)

Ein Lehrer ist vom Landgericht Köln wegen schwerer Missbrauchstaten zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Nun wird klarer, wie die Ermittler dem Mann auf die Spur kamen.

Ein wegen schwerer Sexualstraftaten verurteilter Lehrer aus Köln ist offenbar nicht durch eine Anzeige aufgefallen. Stattdessen kamen die Ermittler dem Mann über ein anderes Verfahren auf die Spur. Das teilte ein Sprecher des Kölner Landgerichts auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online mit.

Demnach wurden die Ermittlungen gegen den späteren Angeklagten aufgenommen, nachdem in einem Verfahren gegen eine andere Person auffällige Chatnachrichten entdeckt worden waren. Diese Nachrichten sollen zwischen dem nun verurteilten Lehrer und dem dortigen Beschuldigten ausgetauscht worden sein.

Die Kommunikation sei anschließend Anlass für eine Wohnungsdurchsuchung bei dem Lehrer gewesen, erklärte der Gerichtssprecher. Dabei wurde unter anderem dessen Mobiltelefon sichergestellt und ausgewertet. Erst durch diese Auswertung hätten sich Hinweise auf die später verhandelten Taten ergeben. Vorherige Anzeigen habe es dem Gericht zufolge nicht gegeben – auch nicht von den Geschädigten.

Im Fall der missbrauchten Schülerin erklärte der Sprecher des Landgerichts außerdem, dass sich die Tat nicht an einer Kölner Schule ereignet, sondern an einer Schule im Kölner Umland.

Lehrer vergewaltigt Schülerin und eigenes Baby – Haftstrafe

Das Landgericht Köln hatte den Lehrer am Mittwoch zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der Mann wurde unter anderem wegen Missbrauchs einer Schülerin sowie wegen der Vergewaltigung seines eigenen Kindes schuldig gesprochen. Die schwerste Tat richtete sich gegen seine damals elf Monate alte Tochter. Der Mann vergewaltigte das Kind und fertigte Fotos der Tat an.

Bereits im Dezember 2024 war der Lehrer in dem Verfahren zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob Teile dieses Urteils jedoch auf und veranlasste eine neue Verhandlung. Hintergrund war, dass einzelne Taten zunächst als Versuche gewertet worden waren, obwohl sie nach Auffassung des BGH vollendet waren.

Lehrer gab sich in Chats als Minderjähriger aus

Laut „Express“ handelt es sich bei dem Verurteilten um einen 37-jährigen Physiklehrer. Er soll an der Universität Köln unter anderem Physik auf Lehramt studiert haben. Dem Bericht zufolge fiel er zunächst mehrfach durch das Staatsexamen, bevor er sein Studium schließlich abschloss. Etwa in dieser Zeit soll er mit seinen Taten begonnen haben.

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