Besteht ein Zusammenhang?

Wasserverbrauch nach Verboten wieder gesunken

17.07.2026 – 11:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Person gießt Blumen (Symbolbild): Derzeit dürfen Haus- und Kleingärten nur zu bestimmten Uhrzeiten mit Trinkwasser der SWM gegossen werden. (Quelle: Imago/Sven Simon)

Wegen Wasserknappheit verbietet die Stadt München das Befüllen privater Pools und das Bewässern von Gärten. Schon tags darauf zeigt die Maßnahme Wirkung – oder doch nicht?

Der Trinkwasserverbrauch in München ist wieder gesunken – ob die Verbote der Stadt dafür verantwortlich sind, bleibt offen. Nach Angaben der Stadtwerke München (SWM) fiel der Verbrauch am Mittwoch auf unter 330 Millionen Liter pro Tag und damit in den durchschnittlichen Bereich zurück.

Zum Vergleich: Während der Hitzetage Ende Juni hatte der Verbrauch bei rund 400 Millionen Liter pro Tag gelegen. Nach Angaben der SWM hatte sich zuvor in einem trockenen Frühjahr weniger Trinkwasser gebildet.

Befüllen von Pools und Rasen sprengen verboten

Die Stadt München hatte am Dienstag eine Allgemeinverfügung erlassen. Seitdem ist es verboten, private Pools zu befüllen, Rasen zu sprengen und Wasser aus Seen und Flüssen abzupumpen. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.

Der Rückgang zeige „auf jeden Fall eine Änderung im Nutzungsverhalten“, sagte ein SWM-Sprecher. Er schränkte aber ein: „Inwieweit dies durch die Regelungen der Allgemeinverfügung oder auch durch einen Rückgang des Bedarfs aufgrund der vereinzelten Niederschläge bedingt ist, lässt sich für uns nicht im Detail nachvollziehen.“

Verbote gelten vorerst bis zum 1. August

Die Anordnung gilt auch für sieben Umlandgemeinden, die von den Stadtwerken München mitversorgt werden: Aschheim, Garching, Neubiberg, Neuried, Oberschleißheim, Unterföhring und Unterhaching.

Die Verbote gelten nach Angaben der Stadt bis zum 1. August, es sei denn, sie werden vorher widerrufen. Bei andauernder Trockenheit ist eine Verlängerung möglich. Die Task Force der Stadt zum Wassersparen werde die weitere Entwicklung des Wasserverbrauchs sowie die Lage bei der Wassergewinnung deshalb weiter sorgfältig beobachten, erklärte der SWM-Sprecher.

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