Seit Tagen treffen Unwetter das Land, der Deutsche Wetterdienst kündigt neue Gewitter an. Die Prognose für den gesamten Sommer hat es in sich.

Heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen: Die Unwetter vom Wochenende haben Tote gefordert. Bei einem Unfall auf regennasser Straße bei Bruchsal nördlich von Karlsruhe starben zwei Menschen.

Die Gewitterserie hält an: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für Montag im östlichen und zentralen Mittelgebirgsraum sowie von den Alpen bis ins Vorland vor Donner und Blitz. Am Dienstag könnten die Gewitter lokal erneut Unwetterstärke erreichen. Bis mindestens Sonntag geht es so weiter: Immer wieder krachen einzelne Gewitter los.

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„Die ganz große Energie ist zwar erst einmal raus“, erklärt der Diplom-Meteorologe Dominik Jung t-online dazu auf Anfrage. Die Gefahr bekomme damit aber nur einen anderen Charakter.

Umgeknickte Strommasten in Velburg: Der Wetterumschwung am Wochenende hat in Teilen Bayerns zu Unwettern geführt. (Quelle: Bernd März)

Der Experte führt aus: Die heftigen Zellen am Wochenende hätten von einer extrem heißen, schwülen Luftmasse mit Temperaturen von teils mehr als zehn Grad über dem Mittel für Ende Mai gelebt. „Diese ‚Tankfüllung‘ ist mit dem Abzug der Unwetterfront nach Osten weitgehend aufgebraucht.“

„Unterschätzte Gefahr“: Stundenlanger Dauerregen

Die Gewitter diese Woche würden daher vermutlich schwächer ausfallen. Dafür kämen die Niederschläge nun aber großflächiger herunter. „Das Risiko verschiebt sich von explosivem Hitzegewitter hin zu ergiebigem Dauerregen“, warnt Jung. „Und genau dort liegt für die nächsten Tage die unterschätzte Gefahr: Tiefs, die sich kaum bewegen und über Stunden auf dieselbe Region regnen.“

Zwei zerstörte Fahrzeuge sind an einer Unfallstelle auf der B36 bei Bruchsal zu sehen. Bei einem Unfall auf regennasser Straße starben am Wochenende zwei Menschen. (Quelle: Thomas Riedel/dpa/dpa-bilder)

Hotspot bleibe vorerst die Südwesthälfte Deutschlands: das Saarland, das südliche Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und später Bayern. Dies seien die Regionen, in denen die feuchteste Luft hängenbleibe.

Sommerprognose 2026 „ungewöhnlich klar“

Der Wechsel zwischen großer Hitze und heftigen Unwettern könnte typisch für den ganzen Sommer werden. Zum meteorologischen Sommeranfang am 1. Juni wagt Jung eine Prognose für die kommenden Monate: Die Vorhersage für den kompletten Sommer falle dieses Jahr „ungewöhnlich klar“ aus.

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