Er spielte für beide: Vor dem Duell im DFB-Pokal zwischen Eintracht Braunschweig und Union Berlin spricht Martin Kobylanski über die Vorzeichen der Partie – und seine eigene Zukunft.

In Braunschweig verbrachte Martin Kobylanski die erfolgreichste Zeit seiner Profikarriere. Für die Eintracht absolvierte er 92 Pflichtspiele, erzielte 28 Tore und stieg mit dem BTSV zweimal in die 2. Bundesliga auf.

In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft die Eintracht am Sonntag (Anstoß: 15.30 Uhr) auf das klassenhöhere Union Berlin – einen weiteren Ex-Klub des 32-Jährigen. Vor dem Duell seiner früheren Arbeitgeber hat er mit der Braunschweig-Redaktion von t-online über seinen Bezug zu beiden Städten, die Underdog-Rolle von Zweitligist Eintracht und seine eigene Zukunft gesprochen.

Herr Kobylanski, am Sonntag treffen zwei Ihrer Ex-Klubs im Pokal aufeinander. Für wen schlägt Ihr Herz mehr?
Ich mag beide Vereine sehr, sehr gerne. Für Eintracht habe ich mehr Spiele gemacht, dafür bin ich in Berlin geboren und meine Schwester wohnt knapp 500 Meter von der Alten Försterei (Stadion von Union Berlin, Anm. d. Red.) entfernt. Ich gehe mal diplomatisch ran und sage: Ich hoffe auf Verlängerung und dann soll der Bessere gewinnen.

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Was verbindet Sie mit den beiden Vereinen?
Weil meine Schwester in Berlin wohnt, spazieren wir regelmäßig an der Alten Försterei entlang. In Braunschweig hatte ich meine fußballerisch besten Tage. Ich bin da gerne, viele kennen mich noch und laufen mit meinem Trikot herum. Wenn ich das Stadion oder das Gelände betrete, fühle ich mich zuhause. Ich kenne immer noch sehr viele Leute. Aber beide Seiten haben ihren Charme und ich freue mich bei beiden Klubs jedes Mal, wenn ich dabei sein kann.

Bei Eintracht hat sich im Sommer viel getan. Viele junge Spieler sind hinzugekommen. Wie bewerten Sie die jüngste Entwicklung der Mannschaft?
Nach dem 6:1 zum Start gegen den 1. FC Magdeburg dachte ich: Wow. Der Trainer macht auf mich einen sehr, sehr guten Eindruck. Er versprüht die Braunschweig-DNA, versucht alle mitzunehmen und ist an der Seitenlinie präsent. Das ist auch wichtig für die Zuschauer und das Drumherum.

Was die Verjüngung angeht: Es ist ein schmaler Grat. Wenn es läuft, dann ist es super. Wenn es schwächere Phasen in der Saison gibt, stellt sich die Frage, wer das Ding zieht. Ein paar erfahrenere Spieler, die das können, gibt es mit Lino Tempelmann oder Florian Flick zumindest. Eingespielt ist die Truppe allerdings noch nicht. Schade ist, dass beim 0:1 gegen den VfL Bochum am Freitag kein Punkt herausgesprungen ist. Dafür war es gegen Magdeburg fast schon zu gut.

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